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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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Allerdings! Die Verhältnisse,in d^jj^n das herzustellende Produkt denBedürfnissen gogenübertritt,lassdn eich voraussehen und dementspre-chend lassen sich die Produktionselemente zur Herstellung eines neu-en Produktes lenken. Produktionselemente sind aber nicht nur Natur,Kapital und Arbeit,sondern auch <der Staat mit all seinen Elnrichtun-gen.femer die Kulturerrungenschaften.

Der Paktor, der diese Produktionselemente zu einem neuen Pro-dukt vereint, ist einzigjind allein der menschl. Geist! infolge sei-nes Erkennens und Wollens werden die genannten Produktionselementezu einem neuen Produkt vereint, er schafft durch POrmveränderungeine neue Bedeutung in der Erwartung,dass das neue Produkt mehr demBedürfnis entspricht. Tritt dies ein, so hat der Produzent nicht nurtechnisch produzirt,dann hat er auch neuen Wert geschaffen, dann warer auch wirtschaftlich produktiv.

^ Hat er die V e rhältnisse aber nicht richtig vorausgesehen, ent-sprechen die neuen Produkte nach ihrer Umgestaltung weniger den menedhliehen Bedürfnissen, so hat er zwar technisch,aber nicht wirtschaft-lich produzirt.

5. Begriff und Punktionen des Unternehmers. $ 31

Der menschliche QeiBt ist also der einzige Produktionsfaktor,Natur,Kapital,Arbeit,Staat und Kulturerrungenschaften sind nur Pro-duktioneelemente.

Wer ist nun der Träger dieses Geistes? In unseren heutigen Volks-wirtschaft ist es der Unternehmer.

Was ist aber ein Unternehmer? Wann können wir von einemUnternehmer sprechen? Hiezu lat dreierlei notwendig:

1) dass eine Person, gleichviel ob eine physische oder juristischedie V erfügung über die zur Herstellung eines Produktes nötigen Pro-