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Dagegen kann ein jedes Gut,das die genannten 4 Eigenschaften hat,
Geld sein. Wir denken heute beim Worte Geld an Edelmetall,vor alleman Gold. Aber nicht notwendig knüpft sich der Begriff Geld an Edel-metalle,bei verschiedenen Völkern gibt es verschiedenes Geld.
Das Geld ist auch nicht willkürlich erfunden worden, es hat sichallmählich naturgemäss entwickelt.
Die erste Voraussetzung von Geld ist das Bestehen von Eigentum.
Es muss einen Besitz geben, indem die Jnhaber desselben von der Ge-samtheit geschützt werden. Bevor ein solches Besitztum bestand, konntees kein Geld geben; denn solange war es nicht notwendig,um in den Be-sitz eines Gutes zu gelangen, das ein anderer hatte, etwas im Aus-tausch zu geben.
Das erste Besitztum bestand am Weib, darum dieses das ersteGeldgut: dann der Sklave überhaupt* diese finden wir als ersten Wert-messer und erstes Tauschmittel. Noch heute gibt es ln Afrika grosseFlüchen,wo der Sklave die reguläre Währung bildet. Dann tritt nebenden Menschen das Vieh; sobald an diesem Sondereigentum besteht. DasWeib verschwindet als Tauschmittel, sobald die Stellung desselbeninnerhalb der Hausgemeinschaft eine freiere wird,sobald die Aner-kennung ihrer Persönlichkeit eintritt. In einigen rückständigen Ge-setzen finden wir das Weib noch als nominelles Rechnungsgeld. Soheisst es noch in Irland* ein Weib gleich drei Kühen". Bei zunehmen-den Verkehr unter verschiedenen Völkern und Stämmen treten Schmuck-gegenstände und auch Oebrauchsgegenstände in die Rolle des Geldes,wie heute sich noch Muscheln, F&Lle,Manufakturwaren in dieser Rollebefinden. Bei den wohlhabenderen Nationen sind es dann die Metalle,namentlich die Edelmetalle in Schmuckform, die unedlen in Form vonNutzgegenatänden. Die vorzüglichen physikalischen Eigenschaften,desEdelmetalle wurden Grund zu ihrer Beibehaltung als Geldstoff: dieEigenschaften,die ein Geldstoff besitzen muss; sind: