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Beziehung eines Dinges zum Menschen und dessen Bedürfnissen. DasEinzige was erreichbar ist, lat etwas zum Massstab zu machen, was we-nigstens möglichst geringen eigenen Wertschwankungen unterworfen ist.Das sind die Edelmetalle: eie sind zwar auch Schwankungen unterworfen,so ist das Silber in dem letzten 39 Jahren auf l/2 seines Wertes zu-rückgegangen. Gold ist lange Zeit gestiegen,seit der Entdeckung derGodmlnen in Alaska ist es wieder gesunken. Diese Schwankungen sindaber gering zu dem anderer Güter.
Auch die Anwendung,die ein Geldstoff findet, ist abhängig vonder Entwicklung der Volkswirtschaft.
In der alten kommunistischen Wirtschaftsverfassung gab es kei-nen Tausch. Hier war das Geld also nicht Tauschmittel, sondern zuerstgesetzl. Zahlungsmittel: und zwar erste Funktion als Strafgeld. AlsTauschmittel kommt es zuerst auf im friedlichen Verkehr mit Fremden*Silber und Oold scheint im Verkehr mit Jndlen zuerst in die Rolle desGeldes eingetreten zu sein.
Zuerst also wurde das Geld im Verkehr mit dem Ausland benutzt,mit dem Fortschreiten der Volkswirtschaft hält es auch im Inland Ein-zug. Der Stoff aus dem das Geld besteht, wird noch heute bestimmtdurch die Rücksicht auf die auswärtigen HandelsbeziehungenfDeutsch-land tu England).
Da das Qe^d gesetzliches Zahlungsmittel,muss das Geldstückals solches leicht erkennbar sein; es muss mit einer gesetzlichen Ur-kunde versehen sein, die besagt, wieviel Feinetoff das Stück enthält.
Anfangs wog man beim Austausch: bei den heutigen Umsätzen wäredas unmöglich. Daher wurde das mit einer staatlichen Urkunde über dasGewicht und Feinheit versehene Geldstück allgemein,d.h. die Münze.Unter Münze versteht man also ein mit einer staatlichen Urkunde über^Gewicht und Feinheit versehenes Metallstück,das die 4 oben genannten