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Geld VOM Markt vertreiben würde.
b) Die Gefährlichkeit aller internationalen Münzverträge, wodurch ver-schiedene! von einander unabhängige Staaten sich zur Ausprägung glei-cher Münzen und zur Anerkennung der von den Vertragsstaaten ausge-
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prägten Münzen als gesetzliche Zahlungsmittel sich verpflichten.
Früher vor 30 - 40 Jahren schwärmte man sehr für diesen Oedanken. DieKosten des Umwechselns,Umprägens würden wegfallen. Ein Nachteil wäreaber die Abhängigkeit, in die das Münzwesen eines Staates von einemandern Staate käme. Die Erfahrung zeigt, dass auf Pünktlichkeit nichtimmer bestimmt zu rechnen ist.
c) Aue dem Gresham'schen Gesetz erklärt sich auch die Unmöglichkeitder Aufrechterhaltung der Doppelwährung. Die Produktionsverhältnisse
von Gold und Silber sind vollkommen unabhängig von einander: wird
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Viel Gold entdeckt, so sinkt dessen Wert im Vergleich zum Silber, oderumgekehrt werden neue Silberadern entdeckt, so sinkt der Wert des Sil-N'bers und man muss davon mehr für 1 Pfund Gold geben.( Altemativ-Währung in Frankreich).
^ * B. Der K r e d i t . $ 34
j ' Wenn alle Umsätze mit barem Geld beglichen werden müssten, wä-
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j re die Wirtschaftsorganisation,beruhend auf Arbeitsteilung und Tausch
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ebensowenig möglich, wie ohne Geld. Unser Handebsumaatz betrug.190513 Milliarden,also circa 40 Millionen täglich; zu diesen Umsätzenwurden nur verwendet 318 Millionen Mark in Edelmetallen, d.h. von den40 Millionen, die täglich im Verkehr mit dem Ausland umgesetzt wur-den, ungefähr nur 1 Million an Edelmetall. Das ist aber nur unser aus-wärtiger Umsatz; der innere beträgt sicher das lOOfache, also 4 Milliar-den täglich. Müssten diese Umsätze alle in Geld gemacht werden, sowären sie nicht möglich.