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aber weniger unschuldig. A hat schon alle Gelder seines Kredites er-
er/
schöpft und ihm allein borgt kein Mensch mehr. Da findet einen gu-
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ten Freund B von dem weiter nichts bekannt iat. Auf diesen zieht Aeinen Wechsel, B hat die Gefälligkeit diesen zu akzeptiren( Gefäl-ligkeitswechsel/. Nun ist vielleicht jemand zu finden,der diesenWechsel discontirt. Der Aussteller A hat natürlich kein Geld herge-geben,so zieht B zur Begleichung des ersten Wechsels einen auf denA Ui.3.w. ( Reitwechsel),bis zu dem Zeitpunkt,da niemand mehr discon-tirt4 Aus solchen Wechseln können schon wirtschaftliche Nachteileentstehen.
Die wichtigsten sind aber die sog. Warenwechsel, sog. wellhervorgegangen aus dem Verkaug von Waren. Der Käufer zahlt nichtgleich,sondern er begibt einen Wechsel, den der Verkäufer auf ihnzieht. Nach z.B. 3 Monaten hat der Käufer die Ware weiterverkauftund zahlt nun mit dem Erlös der auf ihn gezogenen und von ihm akzep-tirten Wochsel;am Verfalltag. Dieser Wechsel hat die allergrössteBedeutung, denn nur er macht die Riesenumsätze möglich. Der ersteVerkäufer hat also nicht unmittelbar Geld erhalten für seine Ware,sondern nur ein Wechselakzept. Er kann nun nicht 3 Monate bis zumVerfalltag warten! er hat selbst Zahlungsverpflichtungen oder er hatLöhne zu zahlen etc. Er hilft sich, dass er seinen Wechsel und sei-ne Zahlung desselben gehenden Rechte an einen anderen Abtritt, ent-weder an seinen Gläubiger oder aber, wenn er, wie zu Lohnzahlungenbares Geld benötigt, verkauft er ihn an eine Bank. Diese kauft ihnund gibt ihm unter Abzug des Diskonts den Betragt Zins bis zum Ver-falltag). Die Präsentation des Wechsels übernimmt die Bank. Diesediskohtirt aber nicht mit eigenem Geld, sondern mit Depositengeldern.