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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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Für diese Gelder zahlt der Bankier Zins* dazu ist er im Stande da-durch ,dass er es zu höherem Zins aueleiht,das geschieht gerade durchdas Wechseldiakontiren.

Das Bankgeschäft ist also ein Geschäft,das mittels fremdenGeldes anderen Darlehen gewährt, oder Überhaupt mittels fremden Gel-des Geschäfte nachtf Ricardo); aus diesem erhellt* Der Bankier istein Kreditvermittler zwischen den Personen, die zur Zeit nüasig lie-gende Gelder haben und denjenigen, die Geld zum'Fortbetrieb benötigen,Wie macht das nun der Bankier?

Er hat einen gewissen Barvorrat in der Kassa, der nicht so viel be-trägt,wie die bei ihm hinterlegten Depositen,sondern als erfahrungs-mäseig von denselben täglich zurückgefordert wird.

Es kann nun Vorkommen, dass mehr zurückgefordert wird, als erz.Z. in der Kassa hat; wr muss aber sofort zurückzahlen. Wie macht erdas? Mit dem Rest der Depositen nacht er sichere und leicht renli-airbare Geschäfte* also keine Hypothekengeschäfte,die zwar sehr si-cher,aber nicht leicht realisirbar sind. Solche Geschäfte sind vbrallem das Diakontiren von Wechseln und zwar von erstklassigen* denneinen solchen Wechsel kann er sofort bei einer anderen Bank in Geldverwandeln. Ein anderes sicheres und leicht realiairbares Geschäftist das Lombardgesch8ft( Beleihen). Lombardirt werden oold, Silber,Waren,in- und ausländische Staats- und Jnduatriepaplere. Bei Zattel-banken sind Beleihungsgrenzen vorgesehen* heim. Wertpapiere bis 75 %Jndu8trie- und auswärtige Staatapapiere bis 50 % des Wertes*

Ferner ver wendet de r Bankier die Depositen zu Edelmetallge-schäften,oder er gewährt seinen Kunden Kontokorrentdarlehen.

Diese sicheren und leicht realisirbaren Geschäfte setzen ihn