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Unwesen. Man emittirte nicht Banknoten auf der Basis solider Dar-lehensgeschäfte, sondern brachte sie auf andere Weise unter die Leute.
Der Gesetzgeber bestimmte nuh* es können Banknoten bis zu einergewissen Grenze emittirt werden, was mehr ausgegeben wird, soll 6 %Steuer bezahlen.
Unterschied zwischen Staatspapiergeld und:B ankno te)Staatspapiergeld ist kein Geld, es ist nur ein Geldaurrogat,selbstdann wenn es Zwangakurs hat, also gesetzliches Zahlungsmittel ist;dann es ist nicht allgemeiner Wertmesser. Im Zwangskurs liegt nichtdas unterscheidende Merkmal zwischen Papiergeld und Banknote; dennauch diese kann Zwangskurs haben. Der Unterschied liegt in Folgendem*Staatspapiergeld wird ausgegebon, indem der Staat Schulden bezahlt,Banknoten werden ausgegeben, indem die Bank Forderungen erwirbt. DasStaatspapiergeld kommt nur auf dem Weg der Steuerzahlung zurück; dieBanknote kommt viel öfter zurück,bei Zahlung von Wechseln etc.
Es kann also eine Zuvielausgabe von Staatspapieren geben, aberkeine Banknoten bei geordnetem Bankwesen.
In welcher Weise kann nun ein Deponent über sein Deposit!^verfügen?
Er Rann es äbheben, um z.B. eine Zahlung zu machen. Das wäre aberzu umständlich. Der Deponent macht das vielmehr durch Zahlungsanwei-sung auf das Bankgeschäft,bei dem er Geld hinterlegt h at(Chek)^ Sol-che Cheks erhalten sämtliche Banken auf sämtliche übrigen BankenfFrüher nun wurden diese Gelder unmittelbar von den einzelnen Bankeneingelöst. Das bedeutete einen grossen unnötigen Geldaufwand,ausser-dem war es eine teure unsichere Methode. Da kamen die verschiedenenBanken überein eine Abrechnungsstelle zu schaffen* es werden jetztnur mehr die Ueberachüsse der einen Bank an die andere gezahlt(Compensation). Und auch diese werden nicht durch Bargeld beglichen.