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3) Zweiter Punkt der mas sgeb end ist für die Preisbestimmung ist dieBrauchbarkeit ,die der Käufer einer Ware für die Befriedigung seinerBedürfnisse zuerkennt.
Da ist zu unterscheiden zwischen der objektiven und subjektivenBrauchbarkeit.
Die objektive ist abhängig von den Eigenschaften des Gutes. Hierist zu bemerken, dass verschiedene Güter geeignet sind, dasselbe mensch-liche Bedürfniss zu befriedigen, nur in verschiedenem Grad. DurchPreisteuerung der hochstehenden Güter gelangen mindere Güter zu An-sehen und verhSltnissmSsslg viel stärkerer Preissteigerung. Ala imSommer 1906 die grosse Plelschteuerung eintrat, gingen Eier und Milchbedeutend ln die HBhe. Die Nachfrage war gewachsen, die Produzenten
gaben aber selbst weniger ab, da auch sie Fleisch- durch Eierspeiden
an/
ersetzten. Die geringe Menge Milch und Eiern,die dann auf den Marktkamen, stiegen dann prozentual viel mehr als das Fleisch.
So ist es bei " steigendem* Preis. Wenn die Preisbewegung abwärtsgeht, so richtet sich die Nachfrage derjenigen,die bis jetzt Schlech-tes genlessen mussten in verstärktem Masse dem Besseren zu.
Ganz ebenso wie es vorkommt, dass verschiedene Güter demselbenBedürfnis dienen aber verschieden gut, so kommt es vor, dass ein Unddasselbe Cut geeignet ist verschiedenen Bedürfnissen zu dienen: z.B.das Holz zum Brennen,Bauen, Anfertigung von Werkzeugen,etc. Nimmt nundas Angebot ab, so steigen diese Güter,die für mehrere Zwecke verwend-bar sind, bis die eine oder andere Verwendung ganz aufhBrt; als z.B.die Holzpreise zu steigen anfingen, hdrte vielfach der Konsum desHolzes an Brennmaterial auf. Das bedeutete dann als Rückwirkung einHemmnis für die weitere Steigerung der Holzpreise.
Umgekehrt steigt hier das Angebot von Gütern, die mehreren
Zwecken dienen, so sinken diese Oütejr weniger stark,da zahlreiche neue
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Verbrauchsweisen aufkommen. ^
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