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S) Ein zweites Moment, das massgebend ist für den Verkäufer ist dieBrauchbarkeit des Tauschmittels,das der Käufer bietet.^Das was demVerkäufer geboten wird, ist Geld. Füt den Geldbetrag wird vor allemmassgebend sein der Tauschwert des Geldes. Je höher dieser,desto ge-ringer der Betrag, den der Verkäufer fordert und umgekehrt. Indessdie Verschiedenheit im Tauschwert des Geldes macht sich sofort gel-tend nur im Grosshandel. Was den Tauschwert des Geldes bestimmt,wirdim nächsten § behandelt.
Für einen wirtschaftlich denkenden Verkäufer kommt die Rück-sicht auf d&e Möglichkeit grösseren Gewinns bei niedrigen Preiseninfolge grösseren und schnelleren Umsatzes und gesicherten dauerndenAbsatz in Frage.
z.B. ein Weinhändler verkauft eine Flasche Wein um 3.- Mark,er ist im Stande 1000 Flaschen in l/2 Jahr umzusetzen,sein Kapitalals bopal im Jahr. Der Gewinn an der Flasche beträgt 1 MarkBO. Ver-kauft er nun den Wein um % Mark BO, kann er schon im Vierteljahr1000 Flaschen Umsätzen, sein Kapital also 4mal im Jahr. Er macht zwaran der einzelnen Flasche nur 1 Mark Gewinn, sein Gesamtgewinn istaber bedeutend grösser,infolge des grösseren und schnelleren Um-satzes.
Aehnlich ist es mit des gesicherten Absatz für lange Zeit: die-ser kann den Verkäufer veranlassen,zu billigerem Preisen zu liefern.
9) Moment ,das für den Verkäufer massgebend ist, sind die Ko-sten,die ihm erwachsen: die Beachaffungs-,die Produktionskosten. Siebilden die Minimalgrenze des Preises. Niemand ist im Stand dauerndeine Ware zu Markt zu bringen, wenn ihm nicht seine eigenen Kostenersetzt werden, dazu kann er nur vorübergehend einmal genötigt sein.
jPür den Preis massgebend sind die Produktionskosten des teuer-ste# Produzenten,wenn sein Produkt noch nötig ist zur Deckung des