176
Selbstverständlich Ist auch diese andere Verwendung als für Münzen-zwecke von Einfluss auf den Preis des Edelmatalles und damit auf dendes Oeldes selbst.
Dieses vorausgeschickt,kommen wir wieder zu der allgemeinen Ant-wort; " der Preis des Geldes wird bestimmt durch Nachfrage und Ange-bot. Es ist aber schon bewiesen, dass damit etwas Genaues,Bestimmtesnicht gesagt ist. Wir müssen erst wissen, was zuerst die Nachfrage be-stimmt,den Preis, den der Nachfragende zu zahlen bereit ist dnd wasdas Angebot bestimmt, den Preis, mit dem sich der Anbietende ev.be-gnügt. /
Wa*vbestimmt nun die Nachfrage nach Edelmetallen,aus denen ineinem Lahtd die Münzen hergestellt werden?
1) di6 Grösse des Bedarfes zu industriellen Zwecken. Bevor AleEdelmetalle zu Geld verwendet wurden, wurden eie verwendet zu Scnmuck.Mit ihre^jVerwendung zu Qeldzwecken hat die alte Verwendungaart nicht
a^fgehört* Der Verbrauch an Edelmetallen zu Schmuck und von der In-
/
duatrie betrögt in unseren Kulturländern alles was an Gold jährlich
/
produzirt wird, mit Abzug dessen, was in den Orient abfliesst.und un-gefähr d#je Hälfte des Silberproduktion. Hiedurch wird natürlich auchder Wert des Geldes beeinflusst,je mehr an Edelmetall zu Münzzwecken
eibt, desto geringer ist der Preis des Oeldes und umgekehrt,lat von Einfluas auf die Nachfrage nach Edelmetall in einem
übrig b;
3)
Land der Bedarf an diesen zu Zahlungszwecken. Dieser hängt ab:
Von der Zahl und der Grösse der zu bewerkstelligenden Umsätze.In einem Land mit Naturalwirtschaft gibt es keinen Tausch und damitkeine Nachfrage nach metallenen Zahlungsmitteln. Erat mit Arbeitstei-lung trjLttjdas Bedürfnis nach dieser hervor und ihr Bedarf steigt lndem Masja^, ln dem eine Wirtschaft auf Arbeitsteilung und Tausch baslrt,damit steigt auch der Geldwert. Diese Vorgänge sind von jeher mit