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Das sind Momente,die,wenn auch die Arbeit eine Ware ist undwenn damit auch die allgemeinen Preisbestimmungsgründe massgebend sind,die Preisbestlmmungagründe beim Lohn ao beeinflussen,dass sie einenbesonderen Besprechung bedürfen.
^ Wenn wir uns fragen, was bestimmt den Preis der Arbeit, ao
/ hören wir auch hier wieder* Nachfrage und Angebot! Wir haben aber auchgehört,dass damit gamicht gesagt ist, da hier wieder eine besondere
DestimmuDg nötig ist.
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,( ! Was'bestimmt also die Nachfrage nach der Arbeit?
l) Die Dringlichkeit dee Arbeitgebers über die angebotene Arbeit zu
verfügen. Es ist ganz klar; je grösser diese Dringlichkeit,desto höher
/
wird der Lohn sein und umgekehrt. Die Abhängigkeit des Preises von^ der Dringlichkeit des Bedürfnisses des Nachfragenden ist uns bei allem
anderen Waren etwas ganz Celüufiges. Nicht so bei der Festsetzung desPreises der Arbeit. Allerdings da, wo wir die Arbeit eines anderen zur- Befriedigung eines pers&nlichen Bedürfnisses verlangen, erkennen wirjt an,dass die Dringlichkeit des Bedürfnisses dos Hachfragenden von be-
Aber auch wo die Arbeit zu Produktionszwecken benötigt wird,macht sich die Dringlichkeit preissteigernd geltend. Jede neue Er-öffnung einer Fabrik ergibt eine Preissteigerung,indem der Fabrikantdurch höhere Löhne Arbeiter aus verwandten Betrieben an sich ziehen
will. Dagegen entsteht da ein Konflikt,wo die Arbeiter die steigendenKonjunkturen zu Lohnerhöhungen ausnutzen wollen. Tritt ln solchen Zei-ten der Arbeiter an seinen Arbeitgeber mit der Forderung nach höherem
Lohn heran, ao wird er meist abgewiesen, mit der Bemerkung, dass man
selbst Herr in seinem Hause sein wolle und daher die Höhe des Lohneszu bestimmen habe und dass der Lohn ja ausreichend aei zu dem wasdie Arbeiter brauchen. Das sind tubch Ueberreste einer alten Wlrt-
!j sonderem Einfluss ist
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