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Diese Auffassung leidet an verschiedenen Fehlern. Vor allem istes falsch, dass das ganze Kapital zur Lohnzahlung verwendet wird.Wenn dem auch so w8re, wäre es doch nie das ganze Kapital,das vor-übergehend Anwendung ln Lohnzahlung fände. Abgesehen davon, wird derLohn überhaupt nicht vom Kapital gezahlt. Der Arbeitgeber gibt Geldweg, um sein Kapital ln eine andere Form zu verwandeln, er erhältdafür andere Prpduktlonaelemente. Eben deshalb ist der Arbeitgeberauch bereit, jederzeit einen grosseren oder geringeren Betrag ausder Oeldformauf dem Weg der Lohnzahlung in Arbeitsleistung umzu-wandeln,#enC er Aussicht hat, dass ihm das Kapital im Preis des
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Produktes Rieder ersetzt wird. Diese Aussicht kann ihn veranlassen,
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den Kredit in Anspruch zu nehmen um seinen Betrieb zu vergrSasem,wenn aein^eigenea Kapital nicht ausreichen sollte.
Es gibt also für keinen Augenblick einen sog. Lohnfond. Um-gekehrt bängt die Grösse des Kapitales,die auf Lohnzahlung verwen-det wird, ab von den gezahlten Löhnen und deren Betrag wird be-stimmt durch die Aussicht,dass sie durch den Preis des Produkteswiedef!, ersetzt werden.
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Die Frage ist also die, wie verhält es sich mit dieser Aus-
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siphtjt Sie hängt ab*
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a) , vdp der Produktivität der Arbeit, die der Arbeitgeber Rauft;
b) von der Möglichkeit,die Lohnerhöhung durch Erhöhung des Preises
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hergestellten Produktes auf die Konsumenten abzuwälzen.
/md a) Der Arbeitgeber ist nicht im Stande einen höheren Lohn zu zah-ie^,wenn durch denselben nicht die Lebenshaltung der Arbeiter und/ daalt deren Produktivität gesteigert wird. Eine Lohnerhöhung wegen! allgemeiner Teuerung trägt immer der Arbeitgeber,ad b) Wann ist es möglich^ die Lohnerhöhung die Konsumenten tragenzu lassen? '