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6) .... von der grösseren Ehre oder Unehra einer bestimmten Beschäf-
tigung: das ist eine Hauptursache,warum geistige und künstlerischeArbeit im Allgemeinen schlecht gelohnt wird, im Vergleich zur gemei-nen Handarbeit! sie pflegen Angeboten zu werden sehr viel aus Bedürf-nis nach Ehra und Ansehen. Ea sind also nicht wirtschaftliche Gesichts-punkte,die hier beim Angebot Mitwirken. Daher kann hier der Lohn unterdie Produktionskosten herabainken und das was an adaequaten Beträgenfehlt muss anderweitig ergänzt werden. Daher die schlechte Besoldungder Beamten und Offiziere: sie finden eine Entschädigung darin, dasssie ihren Kdpf etwas höher tragen dürfen. Aus demselben Grund dieschlechte Bezahlung der Profession, wo die Dilettantenarbeit der höhe-ren Klassen mit ihr ln Konkurrenz tritt. Das macht sich vor allem gel-tend in der Kunstgewerblichen und journalistischen Tätigkeit. Das hataber 3ehr üble soziale Wirkungen* das ist mitschuldig an der entsetz-lichen Lage der Heimarbeit.
Ja selbst bei nicht liberalen Gewerben findet ein Lohndruck
statt durdh starken Andrang infolge der grösseren Ehre, die der Be-
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tätigung iiH dem betr. Gewerbe beigemessen wird: Buchdruckerei. Umge-kehrt finden wir höhere Löhne bei minder ehrenvollen Gewerben,ad c) Rind die Arbeiter organisirt,so ermöglicht ihnen die Organisa-tion das Angebot an Arbeit zurückzuhalten, bis die von ihnen gewünsch-ten Arbeitsbedingungen bewilligt sind. Daher das grosse Interesse derArbeitgeber,die Organisation zu verhindern. Aus diesem Grund,die Ver-eins-,die Koalitions- und Versammlungsverbote. Heute sind diese Ver-bote bei uns beseitigt,aber trotzdem kann die Möglichkeit der Koali-tion häufig fehlen oder erschwert sein.
1) Infolge allzu schlechter Lage der Arbeiter,zu grosser Un-bildung derselben, oder Zerstreutwohnens uns Arbeltens;