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Am Ende des 19. saec. atsnd der Zins in England auf 2 5/4 %. Die ge-steigerte Konkurrenz drückt den Gewinn herab und mit de* Gewinn wuss-te auch der Leihzinesatz herabgehen, da der Gewinn die Maximalgrenzedes Zinses und der Risikoprämie ist.
4) der Zins, den der Bntlehner bezahlt, wird bestimmt durch die ander-weitige Beschaffungsmöglichkeit von Darlehen* der Entlehner zählt,gleich jedem Käufer einer anderen Ware , nicht mehr als den Preis, zudem er sich das Darlehen anderswo zu verschaffen vermag. Hiezu kommtin Betracht, dass die konkurrierenden Kapitalien den Bedürfnissen desEntlehners entsprechen.
Die Konkurrenz der Kapitalanbietenden hängt ab*
a) von der Menge der vorhandenen Kapitalien* hierher gehören alle dieMomente,die die Anhäufung von Vermögen zu Erwerbszwecken bedingen;
b) von der Menge derjenigen Kapitalisten,die bereit sind, ihr Kapitalgegen Zins an Andere zu verleihen; das hängt ab vom Reichtum einesLandes,von der Höhe des Zinses selbst, ferner die Vorstellung von demwas erlaubt oder ehrenhaft ist* früher war diese Zahl gering,well esals unehrenhaft galt, Zins zu nehmen, daher eine Verteuerung des Kre-dites für die Bedürftigen; die Verbreitung des Staatsdienstes bei ei-nem Volk: unsere Gesetze über Beamte verbieten diesen im Gewerbe ihrKapital nutzbar zu machen, die Rechtssicherheit,die Ehrlichkeit ineinem Land.
c) die Konkurrenz des Kapitalangebots hängt ab von der Organisationdes Kredites in einem Land. Es kommt darauf an, ob alle disponiblenKapitalien denjenigen zur Verfügung gestellt werden, die ihrer be-dürfen, oder nicht. Wo grosse Rechtssicherheit und Ehrlichkeit ineinem Land herrschen, werden die Kapitalien zur Verfügung gestellt.
Was sind nun die Momente,die maasgebend sind für die Höhe desZinses,die den/Kapitalist,der borgt, fordert. Auch hier kommen die