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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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von 10 & 5.

Grundstück d 80 18 8.

Solange der Preis 18 ist,kann d nicht in Anbau genommen werden. Nunsteigt die Bevölkerung, D muss nun bebaut werden zur Bedarfsdeckung*der Preis muss nun aber auf 20 steigen, bis die Produktionskosten ge-deckt werden. Jetzt erhält auch C noch eine Rente.

1) dass für gleiche Mengen desselben Produktes die gleichen Preise ge-zählt werden,

8) dass gleiche Grössen landwirtschaftlich benutzten Bodens, wenn sieln derselben Weise bewirtschaftet werden, verschieden hohe Beträgedesselben Produktes äbwerfen,

S) dass der Ertrag der besten Bodenklasse unzureichend ist, um den Be-darf zu decken. Unter diesen Umständen muss der Preis so hoch sein,dass er die Kosten des auf den schlechtesten Grundstück produzirtenGetreides deckt.

Das ist die berühmte Grundrentenlehre. Nach^ Anderson kamen dann an-dere, die genau dasselbe lehrten, so vor allen Mathus, ferner West,

/ R^ardo, v. Thinen. Soweit allgemeine Uenereinatinmung mit der Grund-

/^^rentanlehre .

J r

Nun aber kommt ein Unterschied zwischen Anderson und Ricardo. Dieserberücksichtigt nur die Differenz in üen natürlichen Eigenschaften derGrundstücke, gleichviel ob grössere Fruchtbarkeit oder bessere Lagezun Markt. Er erklärt, dass eine Verbesserung der Rente durch ver-besserten Anbau nicht stattfinden könne, in Gegenteil jede Berbease-rung in Anbau,wodurch die Erträge in Verhältnis zu den Kosten erhöhtwürden, führe zu einer Minderung der Rente. Die Grundrente erscheintihn als etwas Gesellschaft- Feindliches* je mehr unfruchtbare Bödenin Anbau genommen werden müssen, desto mehr steigen die Preise, unddie Rente der mit guten Böden Beglückten steige unverdient hoch. Eben