a) Uebersleht diese Behauptung,dass die Böden nicht nur gesucht wer-den als Kapitalsanlage, sondern dass sie vor allen gesucht werden alsArbeitsgelegenheit. Der kleine Mann,der ein Grundstück kauft oderpachtet,tut das nicht etwa,um von seinem geringen Kapital eine Rentezu beziehen, die spielt hier gar keine Rolle. Er möchte in dem Grund-stück eine sichere,unabhängige Arbeitsgelegenheit besitzen. Mit Rück-sicht darauf ist er dann bereit, auch für das schlechteste eine Pacht-rente zu zahlen, die dem natürlichen Ertrag in keiner we&se entspricht.
b) wird auch vom schlechtesten Boden eine Rente bezogen, wo sämtlicheBöden in ^nbau genommen werden und nur knapp ausraichen, um den hei-mischen Bedarf zu decken, wenn ein Land gegen das Ausland abgesperrtist, daher die Besitzer der schlechtesten Böden immer das Interessehaben, jedwede Zufuhr vom besseren Boden des Auslandes abzuhalten.
So mit dem landwirtschaftlich genutzten Boden. Das ist aber typischfür alle Arten nicht vertretbarer Kapitalien. Das gilt vor allem auchfür städtische Grundstücke. Vor 100 Jahren hatte München ca 3S000Einwohner. Solange diese Bevölkerung beschränkt war auf den altenUmfang gab es zwar auch schon Differenzen &m wert der einzelnen städti-schen Grundstücke je nach ihrer Lage. Der Marienplatz war das Verkehra-zentrum ,dort machten die Ladenbesitzer die grössten Gewinne, dortauch die grössten Renten,die höchsten Grundpreise.In dem Masse, indem man sich von dem Zentrum entfernte, nähme die Oeschöftsgelegenheltab, die Gewinne wurden geringer und damit auch die städtische Rente.
Und als nun die Bevölkerung wuchs, ohne dass das Stadtgebiet anwucha,war es möglich selbst von schlechtest gelegenen städtischen Grund-stücken mehr an Miete zu beziehen als notwendig war zum Ersatz vonAufwand an Arbeit und Kapital, den das Haus gekostet hatte, u.s.w.
Genau so mit den Fundstätten der Mineralien: auch hier werfen die