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werden, die Trennung zwischen Kapital und Arbeit beseitigt werden.Dieses Jdeal ist in nur sehr wenigen Fällen und nirgends auf dieDauer realisirt worden. Sie sind verschwunden, nicht etwa weil esan Geld gefehlt hätte; ein Hauptmangel ist der Mangel an Diszi-plin gewesen; wenn der Arbeiter sich als Unternehmer fühlte , sofügte er sich nicht ohne weiteres unter die Weisungen des Betriebs-leiters. Es brachen meist sehr bald Streitigkeiten aus, die dannzum Untergang des betreffenden Unternehmens führten. Oder in Ge-werben, die grossen Absatzschwankungen unterworfen sind, wurdenz.Z. steigender Konjunktur viele Genossen aufgenommen. Bei erfol-gendem Rückschlag kämmte man lOOderte nicht mehr beschäftigen undmusste sie entlassen; das widersprach aber dem Prinzip der Genossen-schaft. Man musste also bei steigender Konjunktur Lohnarbeiter ein-stellen, dann war es aber keine Prcduktivgenossenschaft mehr, son-dern eine Aktiengesellschaft mit ArbeiteraktionSre^
VIII. Die Unternehmungen durch öffentliche Corporationen,Staat, Gemeinde, Kirche.
Hiebei sind zu unterscheiden, solche die auf privatwirtschaftlicherBasis beruhen und solche, die das nicht tun. Die ersteren sind Er-werb3genossenschaften, wie alle anderen, nur wirtschaftet der Staatschlecht. Dagegen sind diese Unternehmungen ganz vortrefflich füralle Unternehmungen, die sb gross sind, dass sie nur durch Beamtebetrieben werden können, wo eine feste Routine genügt und die fer-ner einen festen Absatz haben( Wasserleitung, Trambahnen). Andersbei Unternehmungen, die nicht auf privatwirtschaftlicher Basis be-ruhen,d.h. die nicht des Gewinnes halber betrieben werdeb: so