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Nun die Bedeutung des Terminhandelt: z.B. bei einem Müller trifftanfangs August ein Telegramm ein mit der Anfrage,zu welchem Preis eram 1. Oktober 10&0. Dopp. Ctr. zu liefern bereit ist. Der Geschäfts-
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mann,der auf diese Anfrage vorgehen will, muss, wenn er ein soliderGeschäftsmann sein will, bedacht sein, sich das Rohprodukt zu einembestimmten Preis zu sichern. Erst wenn er weiss, zu welchem Preis erdas Getreide,das er vermahlen will, zu erlangen im Stande ist, erstdann kann er eine Kalkulation machen, zu welchem Preise er das Mehlzu liefern vermag. Im August gibt es nun selten grosse Getreidevor-rate . Oer Müller muss also im Stand sein, das Getreide nach Typenkaufen zu können. Das tut er also schon jetzt, zu liefern an dem Tagan dem er mit der Vermählung beginnen will, also z.B. für 15. Sept.Jetzt kann er auch eine feste Kalkulation machen und zu einem be-stimmten Preis sein Mehl veikaufen. Ohne das Termingeschäft würde ervon einem Zufall abhängig sein, eine Berechnung wäre unmöglich undsein Geschäft wäre ein Spielgeschäft.
Der Müller hat nun sein Angebot gemacht; nun kommt darauf die Ant-wort,dass sein Angebot zu hoch ist und abgeschlagen wird: Nun sitztder Müller auf seinem Getreide! Nein! Er verkauft es sogort wiederund weist es dem Käufer au. Das Termingeschäft sichert ihn also zu-erst vor Preisschwankungen und dann wirkt es als Rückversicherung.
Mit dem Termingeschäft hängt das Arbitrage- Geschäft zusammen:wenn der Müller die Anfrage bekommt Über die Lieferung von 1000 Dopp.Ctr . Mehl,sichert er sich zunächst das Getreide. Er berechnet sichden loco-Preis und die Frachtkosten und kauft es da, wo es ihm ambilligsten kommt per Telegramm. Die Wahl zwischen den Märkten, andenen man kaufen kann, hemnt man Arbitrage. Hierdurch wird ein Aus-gleich der Preise auf den verschiedenen Märkten der Welt herbeige-führt.