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Anomala.
digungcn der christlichen Religion, so ganz gefallen. Er stutzt;aber wenn ich ihn mir bewegen kann, das Ding, welches ihnso schen macht, erst recht anzusehen: so soll er es beruhiget wohlhoffentlich vorbey gehen.
Wenn ich heucheln, wollte, dürfte ich mich nur so erklären,daß alle Schuld meiner unbefriedigten Erwartung, auf die Be-streitungen der Religion fiele. Daß diese, ohne Ausnahme, ganzschief und verfehlt sind, wird mir der Hr. Pastor gern zugeben.Wenn ich nun sagte? „wie der Angriff, so die Vertheidigung.„Was kann der Gottcsgclchrtc dafür, daß man seine gute„Sache auf keiner andern Seite, mit keinen bessern Waffen„angreifen wollen? Wenn man die Festungen von oben herab„belagern wird: so wird man auch darauf denken, sie von„oben herein zu beschirmen."
Doch ich verachte alle Ausflüchte; verachte alles, was einerAusflucht nur ähnlich sieht. Zch habe es gesagt, und sage esnochmals: auch an und für sich selbst, sind die bisherigen Ver-theidigungen der christlichen Religion, bey weitem nicht mit allenden Kenntnissen, mit aller der Wahrheitsliebe, mit allem demErnste geschrieben, den die Wichtigkeit und Würde des Gegen-standes erfodcrn!
Und allerdings ist diese meine allgemeine Aeusserung ausZnduction entstanden; und zwar aus einer so vollständigen, sogenau erwogenen Znduction, als ich in meiner Verfassung zumachen, nur im Stande gewesen.
Nun, so führe man diese Induction erst vor unsernAugen! ruft mein Gegner in einem schon triumphircndcnTone mir zu.
Lieber Herr Pastor, ich wünschte sehr, diese Zumuthungwäre nicht gedruckt an mich ergangen. Es ist eine wahre Kan-zelzumuthung: und Sie wissen wohl, wie man einer dergleichenZumuthung begegnet. Ebenfalls durch eine Zumuthung.
Wenn ich sage, alles Quecksilber verraucht über dem Feuer:muß ich demjenigen zu gefallen, dem die Allgemeinheit meinerBehauptung nicht ansteht, alles Quecksilber aus der ganzenNatur zusammen bringen, und es vor seinen Augen verrauchenlassen? Zch dächte, bis ich das im Stande bin, spräche ich