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Anti-Gocze. Achter.
ncm bald zu eröffnenden Fcldzugc wissen läßt! Da steht aufeiner Anhöhe eine armselige Vcdcttc; die, die will er mit Hcc-rcSkrast vors erste verjagen. Ich habe ein Histörchen erzähltvon einem Hessischen Fcldpredigcr, (könnte auch ein Braunschwci-gischcr gewesen seyn) der auf einer Insel, die in keiner Geo-graphie steht, gute Luthcrschc Christen fand, die von dem (5a-tcchismus sehr wenig, und von der Bibel ganz und gar nichtswußten. Nun ist ihm das Ding, weil der Rcichspostreitcr nichtsdavon mitgebracht hat, weil auch du ohne Zweifel nichts davonweißt, so unbegreiflich, als ob es gar nicht möglich wäre; lindich soll es ihm beweisen, wie man wirklich geschehene Dinge zubeweisen pflegt; mit glaubwürdigen Zeugen, mit rechtskräftige»Dokumenten und dergleichen. Kann ich das, so will er esglauben, es mag möglich seyn oder nicht. Kann ich das abernicht, so will er der ganzen Welt erklären, daß ich ein Betrü-ger bin, und mir die gcsammtcn Hessischen Fcldpredigcr, wegendieser groben Verleumdung eines ihrer College«, auf den HalsHetzen. Za er treibt seine Rache wohl noch weiter, und giebtmich bey der Englischen Regierung an, der die VcrmudischcnZnscln schon seit ein wohlthätiger Sturm sammt und
sonders geschenkt hat, daß ich ihr auch dieses Insclchcn schaffenmuß, ich mag es hernehmen, woher ich will. Wahrlich, edlerHoln?hnhnm, wenn er das thut, so bin ich ohne Rettung ver-lohrcn! Denn sich nur; welches du und der Schwager vicllcicbtauch nicht wissen: der Hessische Fcldpredigcr ist seitdem bey Sa-ratoga mit gefangen worden, und dic böscn Amcricancr wcchsclnvor der Hand nicht ans. Gut, daß ihr beyde das wcnigsicnSwißt, und cs mir bezeugen könnt! Wie kann ich nun demHerrn Hauptpastor den Fcldprcdigcr soglcich zur Stcllc schaffe» ^Er muß warte», bis der Handel mit den Amcricancrn zu Endcist, und dic Hcssen wieder zu Hause sind. Dann will ich meinmöglichstes thun, ihn zu befriedigen; vorausgesetzt, das; der aus-gewechselte Fcldpredigcr auf der Heimreise nicht stirbt. Damitaber doch auch mcinc Widerlegung nicht so lange verschobenbleiben darf: was hindert, daß er indeß die historische Wahr-heit meiner Erzählung bey Seite setzt, und sie als bloße zweck-mäßige Erdichtung betrachtet? Folget aus dem blos möglichen