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10 (1839)
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Erstes Gespräch. 257

die sie ihres nähern Umgangs würdigen, ihre Thaten vermu-then, errathen, — sehen, so weit sie zu sehen sind; diese fin-den Geschmack daran, und thun ähnliche Thaten.

Ernst.

Thaten? Thaten der Freymäurer? — Ich kenne keine an-dere, als ihre Reden und Lieder, die mcistentheils schöner ge-druckt, als gedacht und gesagt sind.

Falk.

Das haben sie mit mehrern Reden und Liedern gemein.Ernst.

Oder soll ich das für ihre Thaten nehmen, was sie in die-sen Reden und Liedern von sich rühmen?

Falk.

Wenn sie es nicht blos von sich rühmen.

Ernst.

Und was rühmen sie denn von sich? — Lauter Dinge, dieman von jedem guten Menschen, von jedem rechtschaffnenBürger erwartet. — Sie sind so freundschaftlich, so gutthätig,so gcborsam, so voller Vaterlandsliebe!

Falk.

Ist denn das nichts?

Ernst.

Nichts! — um sich dadurch von andern Menschen auszu-sondern. — Wer soll das nicht seyn?

Falk.

Soll!

Ernst.

Wer hat, dieses zu seyn, nicht, auch ausser der Freymäure-rey, Antrieb und Gelegenheit genug?

Falk.

Aber doch in ihr, und durch sie, einen Antrieb mehr.Ernst.

Sage mir nichts von der Menge der Antriebe. Lieber ei-nem einzigen Antriebe alle mögliche intensive Kraft gegeben! —Die Menge solcher Antriebe ist wie die Menge der Räder ineiner Maschine. Zc mehr Räder: desto wandelbarer.

L-Mngs W-tte x. 17