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Geschichte der englischen Schaubühne. 326
dramatischen Stücken stehet das Lustspiel: IKv klulvs I^oo-kinZ kwss, welches zugleich eine Vertheidigung der Schau-bühne ist, in dem sechsten Bande der DodsleyschenSammlung.
14. William Alexander Graf von Scirling; aus einer vorneh-men Schottischen Familie; gcbohrcn unter der Regierungder Königin LLlisabech und während der MinderjährigkeitJacobi VI. von Schottland . Er stand bey dem letzter»und dessen Sohne Carl dem ersten, in großen Gnadenund bediente wichtige Aemter. Er ist Verfasser vonvier dramatischen Stücken, die er Monarchische Trauer-spiele nennet; nahmentlich, die Alerandn'nische Tragödie,Crösns, Darius u„d Julius Tasar. Sie sind nach demMuster der Alten geschrieben, und haben zwischen jedemAufzuge Chöre. Sie sind durchaus ernsthaft, und wie dieTragödien des Scncca voller Sinnsprüchc; doch sind auchdie sanftem und zärtlichern Leidenschaften dann und wannsehr fein bearbeitet. Zn der Wahl seiner Verse aber, istder Verfasser sehr unglücklich gewesen; es sind nehmlich Versemit abwechselnden Reimen, so wie sie Pibrac in seinenVicrvcrscn, oder Davenant in seinem Gondibcrt gemacht hat.
16. John Ford ; schrieb unter der Regierung Tarls des ersten,zum Theil in Gesellschaft mit Rorvley und Decker. Erwar zu dem Tragischen aufgelegter, als zum Komischen.Seine beste Tragödie soll seyn: '^is ?it^ klio is a ^Vnorv!Schade, daß sie eine Hure ist! Ein sonderbarer Titelfür ein Trauerspiel. Die unzüchtige Liebe eines Bruderszu seiner Schwester, wird darinn ei» wenig mit allzu lebhaf-ten und rcitzcnden Farben geschildert.
16. Thomas May, war unter der Regierung der KöniginElisabeth gcbohrcn, und lcbte an dem Hofe >Iarls des er-sten, während wclchcr Zeit cr drey Trauerspiele und zweyKomödien schrich. Die bcydcn lctztcrn unter dem Titel:kko Loir und tliv olä ('ouple sind in dem siebenden Bandeder Zvodsleyschen Sammlung befindlich. Weil cr zugleichmit IVilliam Davenam um die Stcllc des gekrönten Hof-poctcn anhielt, und sie nicht bekam, ward cr wider den