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4 (1838)
Entstehung
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Theatralische Bibliothek.

Iames XNiller; gebohrcn 1703. Ein Geistlicher seinesStandes, der sich aber kein Bedenken machte, für das Thea-ter zu arbeiten. Die berühmteste von seinen Komödien ist:IKv IZumours ok Oxkorä, in welcher die gewöhnlichen Thor-heiten und Laster der daselbst studircnden Jugend sehr leb-haft abgeschildert werden. Sie ward 4729 zum erstenmaleaufgeführt. Er starb 1743.14. George Ä.illo; der Verfasser des unter uns so bekanntenRaufmanns von London; gebohrcn zu Londen 1693. Erwar von Proscßion ein Juwclircr. Das gedachte Stück kam1731 zuerst auf die Bühne. Die Geschichte ist nicht vonseiner Erfindung sondern aus einem alten Bänkelsängerlicdegenommen; welches bey der Gelegenheit wieder gedruckt undin einem Tage zu Tausenden verkauft ward. Ä.illo hat nochverschiedene andere Trauerspiele geschrieben, und starb 1739.Es gehören noch zu den verstorbenen dramatischen Dichternaus diesem Perioden, Iohn -Hughes, Tharles Johnson, Phi-lipp Frowde, Fieloing und einige andere. Von den noch le-benden will ich zu einer andern Zeit reden, und die vornehm-sten derselben itzt nur nennen: Z?oung, Moore, XNallet, -Ha-vard, Iones, U?hitheaS, XNason, -Hume :c.

XIII. Von Johann Dryden und dessen dramati-schen Werken.

Dieser grosse Dichter ward gebohrcn den 6ten August 1631zu Aldwincle, bey Oundle, in der Grafschaft Northampton , auseiner ganz ansehnlichen Familie. Seine erste Unterweisung be-kam er in der Schule zu Westmünster, unter dem berühmtenD. Dusby. Von da kam er 1660 in das Drcyfaltigkeitscolle-gium zu Cambrigde.

Man findet eben nicht, daß er sein grosses poetisches Geniesehr frühzeitig gezeigt habe. Er war bereits über dreyßig Zahr,als er sein erstes Lustspiel verfertigte. Ehe ich aber von diesemein mehrcrs sage, erlaube man mir von seinem

Versuch über Sie dramatische Poesie

lAtia^ ofvramatiek pootie) zu reden. Wenn ein Schriftsteller