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4 (1838)
Entstehung
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Theatralische Bibliothek.

Geist um Rath zu fragen, der, wie man ihm gesagt hat, seineWohnung in dem Grabmahle habe, das sich in dem nahgclc-gencn Walde befindet. Der Geist erscheint, verspricht ihm zuhelfen, schenkt ihm zwey Talismans, oder bczaubcrte Ringe,deren Eigenschaften er ihm erkläret, und verschwindet. DasTheater ändert sich, und stellt das Innere der Stadt vor.Man erblickt die Silvia mit ihrem Netter, dem Lclio. Silvia,ob sie gleich als Mannsperson verkleidet ist, fürchtet dennochsehr, der Marquis möchte sie erkennen, ehe sie den Anschlag,den sie im Sinne habe, ausgeführt. Sie giebt vor, auf seinHerz und seine Hand einen Anspruch zu haben, und kömmt ih-res Theils, seine vorhabende Hcyrath zu verhindern. Lelio,der sich in Flaminicn verliebt hat, hat sich gleichfalls vorge-nommen, sie nicht so ruhig vollziehen zu lassen. Die zwey Neu-angekommenen treffen unter Wcgcns den Scaramouche, derden Lclio erkennt, ihn anredet und fragt, wer sein Reisege-fährte sey. Lclio antwortet, cs scy ein Goldstückcr, den er beydem Marquis in Dicnstc bringen wolle. Scaramouche, demeiner von seinen Talismans, dessen er sich statt eines Ringesbedient, die Wahrheit entdeckt, giebt dem Lclio zu verstehen,daß er sich nichts aufheften lasse, verspricht aber ihm und derSilvia seine Dienste und steckt ihr seinen zweyten Talisman»an den Finger, der den Marquis sie zu erkennen verhindernwerde. Hierauf führt er sie mit sich fort, sie seinem Herrnals geschickte Stückcr vorzustellen, die ihm ihre Dienste anbietenwollten. Der Doctor tritt mit dem Pantalon auf, der ihmwegen der bevorstehenden Hcyrath seiner Tochter Glück wünscht.Der Doctor zcigct ihm die Zuwclcn, dic cr dcr jungcn Fraubestimme, und aus die neueste Manier habe fassen lasscn. Sca-ramouche kömmt als ein Vcttlcr, dcr nur cincn Arm hat, dazu,und bittet sie um cinc Gabcz cr verläßt sie nach vcrschicdncnÄ.az), und dcr Doctor und Pantalon gchcn ihren Weg nachdem Schlosse dcs Marquis. Das Thcatcr ändert sich und stelltwie in dem crstcn Aufzuge ein Zimmer in diesem Schlosse vor,wo man den Herrn dcs Hauses mit seiner Braut in Unterre-dung erblickt; cr fragt sie um dic Ursache ihrer Melancholie;sie antwortet, daß sie diese Ursache selbst nicht wissc, und vcr-