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LcssmgS Briefe- 17K9.
nicht weg. Antworten Sie mir, ob Sie cS zufrieden sind. Ich machemit Fleiß allerlei? Digressionen, damit cS nicht lasse, als ob cS mirsonst um nichts zu thun sey, als Klohen lächerlich zu machen.
Ist cS wahr, daß Hr. MoseS in Leipzig ist? Ich dächte, er hättewohl eben so gut nach Hamburg reisen können.
Noch muß ich Ihnen sagen, daß mir von Wien aus sehr ansehnliche Vorschläge gemacht werden. Sie werden aber leicht errathen,daß sie das Theater betreffen, um das ich mich nicht mehr bekümmernmag. Wenn ich also wenigstens meinen italiänischen Plan mit diesenVorschlägen auf eine oder die andere Art nicht verbinden kann, sodürfte ich sie wohl gänzlich von mir weisen.
Schicken Sie doch in meinem Namen zu dem AppellalionsrathPlatncr, und lassen ihn um das Bewußte mahnen- Er hat das Littc-rarium von Christen für mich abschreiben lassen, und was die Gebüh-ren für das Abschreiben etwa seyn möchte», haben Sie die Güte, fürmich zn bezahlen.
Noch eins: was sagt man zu meinem Epilog der Dramaturgie?Ich werde bey den Buchhändlern das Kalb in die Augen geschlagenhaben; aber immerhin.
Dero
ergebenster Freund und Diener,L-ssing.
An Nicolai.
Liebster Freund,
Hier erhalten Sie, mit Gelegenheit Herrn RaphaclS, auf einmaleinen ganzen Wust Aushängebogen. Künftige Woche folgen die letztenzwey von dem zwcvtcn Theile, und zugleich die ersten von dem drit-ten.*) Sie sehen also, daß es mein Ernst ist, Ihnen auch diesennoch zu liefern. Meine Abreise verzieht sich ohnedies von einer Wochebis zur andern,- besonders habe ich versprochen, noch gewisse Dingeaus Wien erst mit abzuwarten.
Aber wie steht es denn nun um die Kupfer? Treiben Sie dochHrn. Meil an.") Ich glaube, Klotz stirbt sonst vor Ungeduld. Was
') Dies ist nie geschehe». Nicolai.
") Wegen der viele» Beschäftig»»^» des Kmistlcrk kam der zweyteTheil ci«ige Moiiatc später heraus. Nicolen,