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sich, nack, mrincr Meinung, wegwerfen, aber nicht, wenn Sie demHerzog schrieben: Sie reichten mit Ihrer Besoldung nicht, und hat-ten bis jetzt immer das Ihrige zugesetzt, fänden sich daher genöthigt,uin Erhöbung der Besoldung zu bitten. Ich bin gewiß, daß Siekeine abschlägige Antwort erhalten, so wie ich fast gewiß bin, daß,wenn Sie cS auf die sich vorgesetzte Weise anfangen, die Sache sehrübel auSschlagen könnte. Wäre kein E- P- vorhanden, so würde ichso sehr noch nicht fürchten; aber da Sie glauben, daß dieser Ihr Gön-ner nicht ist, so geben Sie ihm ja die Waffen in die Hand, Ihnenzu schaden. Und gesetzt, Sie erhalten, warum Sie ansuchen, woranich ohne Zittern nicht denken kann, wo wollen Sie dann Ihre Ver-besserung suchen? In Dresden ? Schwerlich werden Sie dorten, vordem Ableben des Hagedorns, so viel erhalten, als Sie jetzt haben.Sechs hundert Thaler, nebst frevcr Wohnung und Feuerung, ist ebenkeine so kleine Besoldung, besonders an einem Ort, wo man lebenkann, wie man will, und das kann man wohl in Wolfenbüttcl besser,als in Dresden .
Legen Sie ja alles zum Besten auS, was ich Ihnen hier sage,wenn ich mich auch vielleicht nicht so ausgedrückt, wie ich sollte. IhreWohlfarth liegt mir zu sehr am Herzen, als daß ich Sie nicht nach-malen um alles, was Ihnen lieb ist, bitten sollte: sich nicht zu über-eilen, und bey kaltem Blute zu überlegen, was Sie thun wollen, eheSie anfangen zu handeln. Ich habe seit acht Tagen schrecklich anKoliken gelitten, und bin so entkräftet, daß ich nicht außer dem Betteseyn kann. Lassen Sie mich um GottcS willen nicht lange auf IhreBriefe warten. Ich habe keinen ruhigen Augenblick, bis ich bessereNachrichten von Ihnen habe.
Sehen Sie dann auch das Vertrauen in mich, was ich wahrhaf-tig verdiene, mir Ihre ganze Lage, so wie sie ist, zu melden. HabenSie vielleicht dringende Schulden, so kann ich Ihnen gleich mit 40,auch 5c) Louisd'orS an die Hand gehen, wenn Sie sie nur so zu ha-ben wissen, daß cS der Welt nicht in die Augen fällt, Sie hätten sieschon, wenn ich es anzustellen gewußt hätte.
Leben Sie wohl, ich umarme Sie tausend und tausendmal inGedanken.
Der Brief sollte gestern Morgen fort; die Post war aber bereitsabgegangen. Seitdem hat mich die Sch. wiederum, vielleicht zum fünf-zigsten Mal, gebeten: Sie an die Küste mit Büchern zu erinnern. Ichwünschte, daß Sie sie selbst abholen möchten. Mein lieber Freund,