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der Uebersctzer daran gewendet hat/ zu übernehmen. Wer weiß, wel-chem Layen, der kein Latein versteht, oder es in Latein zu lesen nichtgeneigt ist, es einmal zu nuhe kömmt? Genug es gehört in das Fin-dclhaus. Wenden Sie doch ein halbes Stündchen daran, es durchzu-sehen und zu vergleichen. Sie werden finden, daß ich, was daran ist,treu angezeigt habe. Ekelt Sie aber vor dieser losen Speise, so brin-gen Sie es mir, wenn Sie herüber kommen, wieder mit.
Ihr
Schmid.
Edttingen, d. 19. Jun. 1779.
Der Abt zu S. Emmcran, Frobenius, läßt von seinen Bencdic-tinern eine neue Ausgabe der Werke des Iil>l>l>!>n»8 Naurus verferti-gen, und verlangt also Nachrichten, ob in hiesigen Gegenden einzelneStücke Manuskripte oder alte Editionen sind.
Vielleicht ist eS Ihnen ein Gefallen, daß- ich ihn nicht geradezuIhnen auf den Hals schicke, sondern lieber selbst anfrage, ob in IhrerBibliothek etwas dahin Brauchbares vorhanden ist, wie sich fast ver-muthen läßt.
Ueber den PliniuS zu kommen, darf ich den Sommer nicht hoffen.Sie geben mir also, hoffe ich, in Ansehung der beyden Editionennoch Nachsicht. In vuranä Ilisloiie <1o la I'eillluro anclenne,sind allerdings alte Editionen gebraucht, aber nur für das 3Kste Buch.
Das zweyte Stück der antiquarischen Abhandlungen nehmen Siegeneigt auf.
Warum haben Sie doch aufgehört unser Meister im antiquari-schen Fache zu seyn! Wenn ich wüßte, daß der Patriarch Göy daranSchuld wäre, so haßte ich den Mann noch herzlicher.
Ein Secretair Strieder an der Bibliothek zu Eassel wünschtgern auf einer andern Bibliothek unterzukommen, da man dort, aufdes Marquis Suchet Veranstaltung, die tollsten Sachen macht; ick) sollihn also empfehlen, wo ich kann, und thue es vorzüglich bey Ihnenmein bester Herr Hofrath.
Dero:e.
Hevne.