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ein Paar Tage ab/ und sehte sie dem Ihrige» zu; auch von dem mci-nigeN/ wenn'S ihm gefiele: gemeinnütziger konnte ich sie ja nichtverbrauchen.
Meine Frau und ich und die ganze christliche Kirche im engernSinn, ehren und lieben Sie, so sehr man Jemand ehren und liebenkann; wünschen Ihnen alles mögliche Gute hier und dort/ und empfeh-len uns für jetzt und immer Ihrem gütigen freundschaftlichen Wohlwollen.
_ _ Campe.
Ich hätte Ihnen diesen Brief wohl einige Tage eher schicken kön-nen. Aber erstlich hoste ich/ daß wir vielleicht das Vergnügen habenkonnten/ Sie wahrend der Zeit hier zu sehen; und hernach hätte ichihn beynahe vergessen. Noch mehr mündliche Empfehlungen habe ichauch noch an Sie zu bestellen, — In Hamburg bin ich diesesmal wie-der sehr vergnügt/ und ungeachtet meines sehr unordentlichen LcbenS/viel gesünder gewesen/ als ich hier bey meiner Ordnung zu sevn pflege;ausgenommen, daß ich in der letzten Zeit ein Flußfiebcr hatte, welche»mir dort, in Absicht auf die strengere Diät, die es erforderte/ beschwer-licher war/ als cS mir hier sevn könnte. Ich höre sehr ungern, daßSie sich von dem Ihrigen noch nicht völlig erholt haben. Ich undmeine Louisc wünschen aber von Herzen, Sie bald ganz gesund wiederbey uns zu sehen — das nächstem»!/ wenn Sie zu uns herüber kom-men, haben Sie die Güte/ meine» FabriciuS mitzubringen, falls Sieihn nicht mehr brauchen.
Ihr
Vcaunschwcig/ ergebensterden ö. Septbr. 1779. I. A- Ebert,
Auch mir ist es, wie Ihrem Ernst, gegangen — ich steh,/ wie einGeblendeter und reibe mir die Auge». Zwar habe ich die Beläge des-sen/ daß der bewußte Staub Staub sey/ noch nicht gesehen: allein wennMessing sagt, daß er Beläge zeigen rönne, so ist cS so gut— wenig-stens für mich — als wenn er sie schon gefunden hätte.
Aber, lieber Man»! wo will denn das endlich hin mit IhremGeiste, wenn er noch immer fortfährt/ so nach alle» Seiten um sichzu greifen? Wir andern i^ioll^ HIeu werden ja zuletzt keine HandbreitLandes übrig behalten, die wir unser nennen und worauf wir stehentonnen!
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