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Berichtigungen und Zusä>-c
Brennst du mich, so dank ichs dir,Daß ich bcv dc« Strals Beschwerden,Bc» der durstgen Mattigkcit,Lächzcnd nach dein Weine frage,Und gekühlt den Brüdern sage:Bruder! lobt die durstgc Zeit!
Der Handel.
Des wuchernden Tumullcs satt,^rcnnd, fliehst du aus der vollen Stadt?Flieh nur allein; ich bleib zunicke.Die Messe wag Ich noch mein Glücke.Nun l'andl' ich auch: doch soll alleinMein Handel mil den Schonen scvn,
Jtzt, Mägdchens, ist mir alles feil,Mein Vater- und mein Muttcrll'cil,Hans, Bücher, Garten, Wald und Felder.Kommt nnr und bringt die rechten Gelder!Kommt nur und fangt dc» Handel an;Glaubt, daß ich euch nicht trügen kann.
Ihr kommt? Wie theuer ist dein Feld?Mein Feld verkauf ich nicht für Geld.Dir, Miiadchcn, biet ichs hundert Küsse-Und deinen Vvald? Zwcv hundert KüsseUnd dieses Buch? für einen Kuß.Und dieses Lied? Für einen Kuß.
Wenn ich mit Schönen handeln muß,Gilt alles bcv mir einen Kuß.Denn Küsse sind die besten Gelder.Nicht nur Haus, Garten, Wald und Felder;Mein Vater- und mein Mutterthcil,Ich selber bin für Küsse feil!
IV. Alis den Ermunterungen- 1747.lielutalio I'.inalug,')
Nein, nein! durchaus ich glaube nicht,Was Petri falscher Folgcr spricht;Daß jene Bücher göttlich waren,Die, zu der Juden steten Ehren,
») Nach den Crmunterungen und einer noch alteren Abschrift von G C. LesllngSHand unter dc» brcölauischcn Papieren- In der Fassung wie Karl G, Lessing diesGedicht hat drucke» lassen (s- Band l, S. 2«,,), findet es lich unter denselben Papierennur von seiner Hand,