Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
198
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1i)8

Friedrichs von Logan Sinngedichte.

(43) Aemsigkeit.

Vlan kann im Ruh»Doch etwas tlnm.Man kann im TlnmDoch gleichwohl rnhn,

(44) Von dem Largus.

Largus wünschet seinem Feinde, daß er ein Dncaten scvIn den Händen eines Filzes; denn da würd er nimmer frcv.

(4,6) Wohlfeiler Franenstand.

Was man mit Wenigem erlangt, daselbst ist VielNicht nöthig. Eine Magd, die gerne Fran seyn will,Die wird zur Hure nur, alsdann ist Kirchcnfahrt,Und aller Hochzeitpracht crvaltcn und erspart.

(4K) Hofmaler.

Bey Hofe hats viel Maler, die wissen abzumalen^Gemeiniglich mit Kohlen; sie fodcrn kein Bezahlen;Sie thu» es ungeheißen, sie thuns von freyen Stücken;So darf man auch nicht sitzen, sie tonncns hinterm Rücken.

(47) Müßiggang .

Jedes Haus hat seinen Ort, der gewidmet ist zur Nul'.Knecht und Mägde haben Lust, Herr und Frau hat Fug dazu.

(48) Mittel zu verarmen.

Ich möchte wissen, wie es käme,Daß unser Hab und Gut zunähme?Was wir aus Pflicht nicht geben müssen,Soll Höflichkeit zusammen schießen.Ist für den Mund was übrig blieben,So bleibt es doch nicht vor den Dieben.Was selbst die Todten schuldig warenDas büße» wir mit unser» Haaren.Was wir gehabt, und nicht mehr habe»,Davon erheischt man Schoß und Gaben.Ich möchte wissen, wie es käme,Daß unser Hab und Gut zunähme?