23t) Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.
Alonattcrü poritt^Iium ieon'idus -lrtitleic» in XI^. t'enet'tris oncuu-t'tti oxornatum vl't, iis<^uo ternis (llcut vt ^ulelieiiimu 1'slivii-tium syuaium tollte) torois, inczuam, imsFinidus eleganter äe-eoratum vK: nowno ita, ut in irioäio cuius^uo tenettriucorniitur IiiKoria ali^ua ^ovi lot'tnmonti nuto minist», perpaktionem eins, us«i>ue sä iuäieinm extiomum vt vitam üvter-nam) atyuo in utroizue laterv illins meäiiv fenvt'triL, ex ve-teil lettamonto t^zius szznsreat, aut li'it'toiii» t) pica, cum ^>roll-äietionibus proplietsrum äs Ltirlkto."
Auf einmal schoß mir die Gleichheit zu Sinne, die sich,nach dieser Beschreibung, zwischen jenen Fenstergemäldcn indem Kreuzgange des Klosters -Hirscban, und den Holzschnittender kiülia ?-tupeiuiu findet. Sie ist so groß, daß sie kaumgrösser seyn könnte. Auch diese Holzschnitte enthalten typischeund antitypische Vorstellungen von Christo; auch sie sind indrey Felder gcthcilct, wovon die beiden äussersten die Tyvi, undauf das mitreiste den Antitvpum enthalten; auch sie sind mitden Prophczcyungen von Christo verbrämt. Und was das son-derbarste ist; auch ihrer sind gerade nicht mehr und nicht we-niger als vierzig: so viel dort Fenster, so viel hier Blätter.
Was war nun natürlicher, als aus dieser Gleichheit aufdie Identität zu schließen? Doch, dachte ich, dergleichen typi-scher und antitypischcr Vorstellungen können so unzählige undund so verschiedene erfunden werden; der MönchSwitz hat hierso reichen Stoff, so gutes Spiel gehabt: daß mehr dazu gehört,ehe man mit Zuverläßigkcit behaupten kann, daß beides füreins zu halten, und entweder die Holzschnitte nach den Fenster-gemäldcn gezeichnet, oder die Fenster nach den Holzschnitten be-malt worden.
Zch dachte also herum, wo ich wohl mehrere und nähereAuskunft von diese» merkwürdigen Fenstern finden möchte: undman kann sich leicht einbilden, daß ^'ritliemü ^.nnulvs tjirsiui-gienles das erste Buch waren, welches ich in dieser Absichtfleißig durchsuchte. Aber vergebens. Hierauf ließ ich die^nnales 8u<zvic! des nehmlichen Crusins folgen, dem ich jenenFingerzeig zu danken hatte. Aber auch das war umsonst; undich konnte nirgends finden, daß er in diesem wcitläustigcn, und