352 Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.
vorgicbt, daß der Tractat des Stell«, <lo populls vt rvliusprikeis orsz inwr Salam Ä ^Ibim, eben das sey, was XNenck'ein dem dritten Tome seiner Sammlung unter der Aufschristparalipnmo»» c?«z oriAino, vetuktuto, n^pellstious et reZionibuslubgntiuorum, e^Aneorum u. s. w. (die metrische Beschreibungder Mulde dazu gerechnet) herausgegeben habe. Zu diesemFehler hatte ihn sein Vorgänger, Rreysig, nicht verleitet, alsder nicht nur in seiner historischen Bibliothek von Gbersach-sen("), die nach der Mcnckischcn Sammlung erschien, gegen-wärtige Schrift des Stell» noch immer zu den Manuskriptengerechnet, sondern auch, in seinem angczognen Leben des Ver-fassers, von demjenigen einen weit richtigern Begriff gegebenhatte, was Mencke unter dem Titel paralipomena drucken lassen.
2. Es sind nehmlich jene parslipomena weiter nichts, alsein Paar einzelne Stellen, die vorgeblichen ältesten Bewohnerder Gegend um Arvickau, und um Leipzig , betreffend, welcheaus dem eorollar'io gerissen sind, das Stell« seinen Commen-tarien beygefügt hat. Sie sind also lange noch nicht einmaldieses Lorolwrlum ganz; geschweige, daß sie das Werk selbstseyn sollten. Hat sie nun aber dem ohngeachtct Mencke fürwerth gehalten, gemein gemacht und in seiner Sammlung auf-bewahret zu werden: so kann man leicht urtheilen, wie viellieber er dem Ganzen diese Gerechtigkeit und Ehre würde habenwicderfahren lassen, wenn er es irgendwo hätte auftrciben kön-nen. Aber so fand sich davon, wie schon gesagt, nur einStück von anderthalb Bogen auf der Bibliothek zu Zwickau ,wo es am ersten zu vermuthen gewesen wäre. Und wenn schonausser diesem, wie Rreysig gleichfalls anzeigt auch nocheben daselbst das ganze eorolwr'niin, oder die ganzen sogenann-ten paralipomena des Mencke, befindlich sind: so kann dochbeides zusammen lange nicht die Vollständigkeit haben, in wel-
(°) Secl, II, c»i>. e.
(°°) Ungezognen Orts, S. Zto. Wie denn Rrevsig selbst von diesemganzen coroiwrio eine Abschrift gehabt zn haben scheinet, indem er H. 12.S. 6!5. Worte daraus anführet, die sich in dem Menekischcn Fragmentenicht finden.