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9 (1839)
Entstehung
Seite
453
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Vom Alter der Oeluialerey.

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den durchscheinenden Grund gab, keine andere als Oclfarben an-nahm: so hatten sie ja wol selbst bey ihren Wasscrgcmäldennoch Gelegenheit, der Oclfarben nicht ganz zu vergessen.

IV.

As würde sehr übcrflüßig seyn, mehrere Zeugnisse für das Al-ter der Oclfarben aus unsrer Handschrift anzuführen. Ein ein-ziges, in welchem die Oclfarben auch nur beyläufig genanntwärm, würde meine Behauptung hinlänglich erhärten: undzwanzig, wenn sie auch noch ausdrücklicher wären, als die dreyangeführten, würden nicht mehr Kraft haben, als das einzige.

Anstatt dessen erlaube man mir vielmehr, ein zweytes Exem-pel daraus hier einzuschalten, wie geneigt man gewesen, Neue-rern Malern, nach dem Limabue, Erfindungen beyzulegen, dielängst vor ihnen gemacht waren.

Vaskri sagt vom N7arg«ri'tonc: IZzl! tu il primo, die eori-iilloiül'l'v ljuvll», vliv Iiil'oAna tarv yiiimllo ti I.iuoikt iri tivunle lliloAno, perolio Mmo forme nelle vlimmettituro, e non mostriiw,sproiilloli poi, clio l'ono llopiiite, ivsture n l'lzuarti, li-tvenllo vgliukilt» lli mvttore 1'einprv topra le tuuole, per tutto >ui!t tvl» llipanno lino, iippic-lta cou fortv eollu, istta eoo ritiiZIi lli ciirtilpvvora, vt livllit-i sl funee: v poi topra llott-l tvla llato lli Fels«,cvmv in moltv tue tauolo, et cl'illtri ti volle, I^auorv »noma, Ivpra il Zosto ttvmpvrato eo» la »lvllotinia eoll^, tro^I, et lli-lllemvlli liliouo, vt altii vrnamonti toulli. 12 lu e^li inuentoro llelmcxlo lli llare lli Köln , e mottvrui tepra Z'oru i» kvAlio e liru-liilln. il^e <zu»Ii tutte eol'e nr>» efteuclo null prima ttato vellute,ti voF^iono i» moltv »poro luv. (s)

Wer? Margarirone, der gegen das Ende des dreyzehntcnJahrhunderts lebte, sollte zuerst diese Vorsicht ausgeklügelt ha-ben? Er sollte es erdacht haben, über die hölzern Tafeln, aufwelche gemalt wurde, um sie vor allem Werffcn und Bersten zuversichern, eine Lcincwand zu leimen, und diese mit Gips zugründen? Kaum würde das glaublich seyn, wenn die Malcrcyüberhaupt erst im drcyzchnten Jahrhunderte wäre erfunden wor-den. Ich habe auch schon oben (S. 446.) zu verstehen gege-ben, daß ich das Gegentheil zuverlässig wisse: und man wirdleicht errathe», woher? Ebenfalls aus unserm Thcophilus, in

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