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zu haben versichert, auch nicht einen einzigen mittheilet. Erwar allerdings ein Mann von vieler Belcscnhcit, und konnteleicht in dieser oder jener alten Schwarte etwas von Erheblich-keit gesunden haben. Nur will ich doch nicht glauben, daß ersich unter andern auch auf eine Stelle des Seneca werde habenberufen wollen, mit welcher er mich eine Stunde so zum Bestengehabt hat, daß ich nicht umhin kann, es hier anzumerken, weiler leicht auch andere damit irren könnte. Zn dem ersten Theileseines angeführten Werkes nehmlich, (S. 136.) wo er von demZustande der Malercy in dcr mittlern Zeit redet, sagt er: „Die„Münche hatten damals in ihren Klöstern eine gewisse srteiu„Ai'avvicÄm, die itzo zu unsrer Zeit verloren gegangen. Ncmlich,,sic nahmen dünne Gold-Blech (vielleicht vt vommonttrai-viit 8e-^nevN non tkmtmu vx olvo vt luto ennttarv nsne 5oisntism) und„machten dieselbe auf das Pcrgamcn fest." Der Ort, wo Seneca dieses von dcr Malercy soll gesagt haben, wird nicht angefüh-ret; aber es schien mir gar wohl in dem Geiste des Seneca zu »seyn. Und dieser Ort sollte noch von sonst niemanden seyn be-merkt worden? sollte noch von niemanden auf die Oelmalercyseyn angewendet worden? die doch so offenbar darin» liegt?Denn wenn Seneca sagt, daß die Malercy oleo t-mtum vt lutobestehe, was kann cr unter lutui» anders als die Erdfarbenmcyncn, deren sie sich größtentheils bedienet? und unter oleumanders, als das Oel, womit diese Erdfarben zu ihrem Gebrauchetüchtig gemacht werden? Dieses bewog mich, die Stelle beydem Seneca selbst zu lesen, die ich auch gar bald, in dem be-kamen 88ste» Briefe von dem Werthe dcr frcyen Künste, fand:fand, und die Täuschung mit Lachen und Unwillen erkannte.Nicht von der Malercy, sondern von dcr Ringckunst, aus Ur-sachen, die jedermann weiß, sagt Seneca , daß sie aus nichts,als Staub und Oel bestehe. Hier sind seine Worte: Non enimAuclucor, ut in uumvrum liueralium artium pioturvs rvcipiiuu, nonmaUS yuam ttatuarios, uut marmorsrios, aut coteros luxuriavmmiktros. ^vouv luvwtorvs, et totam olvo av luto eorittantemteientlsm vxpello vx Iiis ktucliis MoraliNus: sut vt unZuviitaiio«reeipiam vt vocos u. s. w. Auch dicscs ist ein Exempel, daßman sich dcr Worte eines Alten nicht anders als von cbcnder-