-i7«> Vom Alter der Oclnmlcrey.
3° >!^</??<?to lilioi <lo coiaridus fs
eionilis.
4" //sittt^'t lilni tros 6<z eolorikus et clv nrlilius üc>-mimorum.
I^ibellus 60 eompolitione eolorum: autlioro ^om??/e^/<?<??i'o.
Diilorontes reeeptos l'ur les couleurs, rocuoillies ^>iri^«tttt /e Krollier clo la Alonno^o 6v Paris .
Is co6ox ktnno 1431. vx.iratus ost.Es sollte mich sehr freuen, wcnn es mit meiner Vermuthungseine Richtigkeit hätte, und das zweyte Stuck dieser Handschriftdas nehmliche Werk wäre, worauf sich meine gegenwärtige Erör-terung gründet. Denn so würden neugierige Liebhaber auch indieser Entfernung Gelegenheit haben, sich mit ihren eigenenAugen zu überzeugen. Noch mehr aber würde mich freuen,wcnn ich hierdurch veranlaßte, daß ein Gelehrter welchem dieKünste nicht gleichgültig sind, oder ein Künstler dem die geringedazu erforderliche Gelehrsamkeit nicht fehlet, (und wo müssenMänner dieser Art häufsigcr anzutreffen seyn, als in Paris ?)daß, sage ich, ein solcher Mann sich gefallen liesse, nicht blosden Theophilus, sondern auch die übrigen Stücke dieser Hand-schrift genauer anzusehen, und der Welt das nähere davon mit-zutheilen. Es könnte leicht kommen, daß er unter andern dasvierte Stück eben so wichtig und interessant fände, als ich denTheophilus gefunden habe. Mir scheint wenigstens der Titelich weis nicht was zu versprechen: cls artibus komanmum.Und wenn auch dieser ^Hcraclius nur so alt wäre als Theo-philus: auch dann könnten sehr viel Nachrichten darinn stehen,nach welchen wir uns itzt vergebens umsehen.
Die Jahrzahl 1431 scheint die Zeit anzudeuten, in welcherIcan le Begue alle diese Schriften zusammenschrieb. Gesetztalso auch, daß sie sich insbesondere mit auf die Abschrift des Theo-philus beziehet: so wird man gleichwohl sie noch immer alt ge-nug finden, um das, was ich aus diesem Verfasser wider dievermeinte neuere Erfindung anführe, selbst alsdcnn gelten zulassen, wcnn wir hier in Deutschland auch keine weit ältereAbschriften aufzuweisen hätten.