Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
479
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Vom Alter der Oelmalerey. 47!)

Gelehrter zu Leipzig den Thcophilus auch noch so wohl kannte:wie konnte er Lust haben, ihn aus einer Handschrift an dasLicht zu bringen, in welcher gerade das Beste und Nützlichste fehlet?

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--die unsrige und öltere l So wie die Leipziger

Handschrift die nehmliche aus Alten Zelle ist: so vermuthe ich,daß die unsrige keine andere seyn werde, als die, nach Simlern,George Agricola ehedem besessen. Sie gehöret zu den Hand-schriften des Marquarvus Gudius. Warum man aber niegehöret, weder daß sie Gudius gehabt, noch daß sie gegenwär-tig in unsrer Bibliothek sich befinde, ist ohnstreitig dieses die Ur-sache, weil man in den gedruckten Verzeichnissen der Mannscriptedes Gudius sie mit anzumerken vergessen hatte. Sie machtnehmlich keinen eigenen Band aus, sondern ist mit der Hand-schrift des vitruvius zusammengebunden, welche in dem ge-druckten Verzeichnisse in Quart, unter den Lateinischen die249ste, in dem in Octav aber die 2Z8ste ist. Zch sage hier vonihr nichts weiter, als daß sie die Lücken nicht hat, welche denWerth der Leipziger Handschrift so sehr verringern.

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--Tutilo, Theophilus roöre-l Welch ein grosser Maler

welch ein allgemeiner Künstler (Lmilo gewesen, ist bekannt. Mansehe von ihm die Geschichtschreiber des Klosters St. Gallen , dieman in dem ersten Bande der Script. ker. ^.lam. des Goldastbeysammen findet. Nun lese ich zwar nirgends, daß er voneiner der verschiedenen Künste, welche er übte, etwas schriftlichhinterlassen: warum könnte es aber dem ohngeachtct nicht seyn?

Der Name Tutilo, jst deutsch. Er kömmt in dem eswlozonomlnum propriorum, ymbus ^lamanni yuolillam appellsti, vor,den Goldast, aus einer alten Handschrift zu St. Gallen, ab-drucken lassen; (I. II. 80. k.. ^.) und zwar in dem ersten Kapi-tel, welches diejenigen Namen enthält, die in ^lamannia 1'üvu-toniea üblich gewesen. Und hieraus, denke ich, erhellet alleinschon genugsam, mit welchem Rechte die Benediktiner den Tutiloin ihre Hitto'iro littorairs äv la Kranes gezogen haben.

Die Ableitung des Namens aber, auf die ich mich bey derangegebnen Bedeutung gründe, wird man leicht errathen. Nur