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Daß keine Wunde mehr im Körper haften kann.Ans heute giebt er uns, der Eumcninnen Sklaven,Uns wiederum zn Theil. Er langet an den Hafen;lind, wie er unser war in seiner Schmach und Pein,So räumt er im Triumph sich uns zn eigen ein,Der milde Jacobsstern. Wie aber bey den AltenDen Führern, welche sich im Felde steif gehalten,Nachdem sie überkränzt mit Schimmeln trinmphirt,Der Schauplatz um und um mit Flecken ward schattirt,Wo ihre Faust gekämpft: so führ ich auch im SchildeDes Höchsten Niedrigkeit in meiner Verse BildeHauptsächlich darzuthuu. Wo blühte seine Pracht,Wie Christus eingestallt, die Mutter angelacht?Im Lachen blos allein uud in den PcrlcnzährcnDie beyderseits alldar zusammen wollten schweren.Was kann geringers seyn als Krippen, wo er blinkt SDie Schwachheit der Natur, zu der die Gottheit sinkt.Die Hirten laufen zu, begeben ihre WaffenDem Hüter Israels, und werden selbst zu Schaafe»,Zn Erstlingen der Welt. Hernach faßt SimeonDer Erden ihr Bezirk und aller Himmel ThronIn seine kalte Schoos, indem er, nächst ErbarmenUud harter Prophezcy, mit lnstverjüngtcn ArmenDas Jesuskind umschleußt. Indessen hat die LuftDie Weisen in den Stall von Osten her gcruft.HerodeS aber schnaubt, hat Gott und sich vergesse»,
der Schauplatz mit Flecken ward schattirt^ Die Wahrheit ist, daß denTriumphatoren oft in sehr bcisscnden Liedern von ihrem eigenen Gefolgelaut vorgeworfen ward, daß eben das Land, in welchem sie Lorbeer» ein-gesammelt, auch von ihren Thorheiten und Lastern zu saa.cn wisse. Z. E.dem Cäsar bey dem Gallischen Triumphe: ^>uum i» v-uu» u, s, w. UnserDichter aber nennt dergleichen Thorheiten und Laster hier bloße Flecke»,und den schimpflichen Borwurf derselben ein bloßes Abschattircn: wie manleicht begreift, von wegen seiner eignen Anwendung.
begebe» ihre Waffe» dcm^ Einem etwas begeben hieß sonst einen« etwasabtreten, überlassen. Als ein Neciprokum brauchen wir begebe»/ mit demGenitivs der Sache, noch in diesem Acrstande.