4 ן Die Kunst im Alphabet.
man meinte, dass er sich für die Stadt schicke. Esist eine Art Vetter vom Lande ; der römischeVersal-Buchstabe — so zu sagen — im losen Rockund weichen Hut. Charakteristische Merkmale (9)sind die dünnen vertikalen und die breiten Quer-striche. Diese Querstriche haben die Form eineran den Enden spitz zulaufenden Zacke, und ähnlicheZacken heben das Ende der dünnen Striche hervor.Das Alles ist selbstverständlich Erzeugniss der
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12. Byzantinische Versalien. 7. Jahrhundert.
Feder, Aber, wie gesagt, die gebräuchliche Form
beim Schreiben war in dieser Zeit die Unziale.
Selbst wenn die römischen Bücherschreiber,
wie sie es zuweilen thaten, die geradlinigen Versalien
anwendeten, hielten sie sich nicht (11) an die streng
einfache Gestalt, welche den Steinmetzen natürlich
zukam. Die ungleichmässige Stärke der Linien,
die Verdickung der Striche an den Enden und die
gespornten, gabelförmigen Formen, alles zeugt von
der Feder; nicht der Stahlfeder natürlich, noch auch
schon des geschmeidigeren Federkiels, sondern der