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Die Kunst im Alphabet.
Diese Verlängerung von Auf- und Abstrichenist charakteristisch für die fränkische und west-gothische Schrift überhaupt. Sie kommt selbst beiVersalien vor, wie in den Kopflinien der Hand-schrift des io. Jahrhunderts auf Seite 19. Hier er-heben sich I, Η und L hoch über ihre Genossenwährend andererseits das V־gcstaltete U in dem
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17. Angelsächsisch.
Wort OPVSCVLVM zu mehr als bescheidenenProportionen verkleinert ist.
Eine Spur maurischer Einflüsse auf die west-gothische Schrift scheint sich in den Freiheiten zuzeigen, die man sich in der Gestaltung der Buch-Stäben nimmt; die Mauren hatten damals Spanien überflutet.
Die angelsächsischen Versalien haben etwassehr Launenhaftes an sich; einmal sind sie me-chanisch steif, dann wieder überströmend aus-