Was diesen letzteren Punkt anlangt, die neue Anleihe,so wissen Sie, daß die Septemberanleihe mit ihrem Ertrag vonmehr als 12 Milliarden uns nicht nur die Konsolidierung der bisdahin aufgelaufenen Schatzanweisungen ermöglicht hat, sondern daßuns der Ertrag darüber hinaus noch neues Geld gebracht hat.Wir verdanken es diesem großen Erfolg, daß wir mit der nächstenAnleihe in aller Ruhe bis zum März warten können, und daß wirbis dahin, wie im letzten Frühjahr, ohne Schwierigkeit mit der Be-gebung von kurzfristigen Schatzanweisungen auskommen werden.
Der neue Kredit wird also zunächst in der Weise Verwen-dung finden, daß Schatzanweisungen verausgabt werden; spätertritt dann der für die Anleihebegebung noch offene Restbetrag deralten Kredite von 4^ Milliarden dem neuen Kredit zu.
Die Äöhe des neuen Kredits schlagen wir Ihnen vor abermalsmit 10 Milliarden zu bemessen, wie im letzten März und wie imletzten August.
Die Gesamtsumme der Kriegskredite wird damit denBetrag von 40 Milliarden erreichen. Es ist schwer, einen Maßstabzu finden, um eine solche gewaltige Summe dem allgemeinen Ver-ständnis näher zu bringen. Ich kann nur wiederholen, was ich be-reits im August vor Ihre Augen gerückt habe: der Wert des ge-samten deutschen Eisenbahnnetzes mit allem rollenden Materialund allen Anlagen ist auf kaum mehr als 20 Milliarden Mark zuschätzen; das ist also die Äälfte des Betrags derjenigen Kredite, diemit der neuen Forderung für den Krieg bewilligt sein werden.
An der erschütternden Größe dieser Belastung der Allgemein-heit mag der einzelne ermessen, welche Opfer er jetzt und späterhinauf sich zu nehmen hat, um seine Pflicht als Staatsbürger zu er-füllen, um durch die Äergabe von Geld und Gut und, soweit essein muß, durch Einschränkungen und Entbehrungen für seinen Teildem Vaterland in dieser schweren, für unsere Zukunft entscheidendenZeit zu dienen. Aber wenn unserem Volke das Pflichtbewußtseinund der Opferwille erhalten bleiben, die den deutschen Mann unddie deutsche Frau in schwerer Zeit stets ausgezeichnet haben, dannhaben wir keinen Grund, an dem guten Ende zu zweifeln. Nachdieser Richtung gibt uns gerade auf finanziellem Gebiet das bisherGeleistete die beste Gewähr. Auch unsere Feinde haben sich über-zeugen müssen, daß auf dem Felde der Kriegsfinanzen Kraft undWille nirgends so sehr im Einklang stehen wie bei uns. Daß man
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