Vom U- Bootkrieg bis zur Friedensresolution
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machen werde; sollte er sich darin irren, so werde er,, den Kongreẞ um die Ermächtigung ersuchen, die Mittelanwenden zu können, die notwendig sind, um unsereSeeleute und Bürger bei der Verfolgung ihrer friedlichenund legitimen Unternehmungen auf dem offenen Meerzu schützen".
Am 26. Februar richtete Wilson an den Kongreß eineBotschaft, die sich auf den Boden der ,, bewaffnetenNeutralität" stellte und die Bestätigung seiner Voll-machten zur Bewaffnung der amerikanischen Handels-schiffe und zur Inanspruchnahme der erforderlichenKredite nachsuchte. In einer weiteren Botschaft vom3. April 1917 erklärte er die ,, bewaffnete Neutralität"für ,, mehr als unnütz". Es entspreche der gewöhnlichenKlugheit, die deutschen U- Boote zu zerstören, ehe sie dieAbsicht eines Angriffs erkennen ließen; zudem leugnedie deutsche Regierung das Recht der Neutralen, in derSperrzone überhaupt Waffen anzuwenden, um die Rechtezu verteidigen, die kein moderner Jurist jemals bestrittenhabe. Er schlug vor, der Kongreß möge beschließen,,, den Kriegszustand anzunehmen", der Amerika vonDeutschland auferlegt sei, und sofort alle Maßnahmen zuergreifen, nicht nur um das Land in vollen Verteidigungs-zustand zu setzen, sondern auch um Deutschland dieBedingungen zur Beendigung des Krieges aufzuerlegen..
Die Erklärung des Kriegszustandes mit Deutschlandwurde am 4. April vom Senat mit 82 gegen 6, am 5. April
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