Druckschrift 
Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

Gute Anfangswirkung des verschärften U- Bootkriegs

auch nicht nennen können. Vorwürfe, die später vonnicht uninteressierter Seite in diesem Punkte gegenmich erhoben worden sind, haben in meinen, in demStenogramm des Hauptausschusses festliegenden Ausfüh-rungen keine Begründung. Ich habe im Gegenteil demAusdruck meiner Hoffnung, daß es uns gelingen werde,England friedensbereit zu machen, bevor Amerika inder Lage sei, effektiv in den Krieg gegen uns einzu-treten, im bewußten Gegensatz zu den von anderer Seitein Aussicht gestellten bestimmten Fristen den Zusatzhinzugefügt: ,, Eine Garantie kann natürlich niemandübernehmen."

Die Hoffnung wurde bestärkt durch die guten Anfängedes U- Bootkriegs.

Zunächst übertrafen die Leistungen der U- Boote dieSchätzungen. Statt der angenommenen 600 000 Tonnen,die ja schon nach den Leistungen des U- Bootkreuzerkriegsals zu gering erscheinen mußten, erreichte nach den An-gaben unseres Admiralstabs die Versenkung im MonatApril 1 091 000 Tonnen und im Monat Juni 1 016 000Tonnen. Das Gesamtergebnis der ersten sechs Monatedes uneingeschränkten U- Bootkriegs war immer nachden Angaben unseres AdmiralstabsMillionenTonnen. Auch die Abschreckung der neutralen Schiffahrtvom Verkehr mit England, auf die der Admiralstab sostark gerechnet hatte, schien Tatsache zu werden. DieSchiffsbewegung im ,, Neuen Wasserweg"( Rotterdam),

3*

-

-

5

35