Vom U- Bootkrieg bis zur Friedensresolution
Wie nahe er damals seinem Ziele war, das werden wirzweifellos aus den englischen Darstellungen über dieEntwicklung des Krieges bestätigt erhalten.
Die amerikanische Hilfe brachte in letzter Stunde dieRettung. Es gelang, für die kritischen Monate Juni undJuli genügende Mengen von Brotgetreide im letzten Augen-blick verfügbar zu machen. Amerika gab auf Grund derEinschränkung seines eigenen Verbrauchs aus seinenknappen Beständen Getreide für England ab und decktedie dadurch entstehende Lücke in der eigenen Versorgungzum Teil durch Zufuhren aus Australien. Der vorhandeneSchiffsraum wurde unter Zurückstellung aller anderenBedürfnisse auf die Getreidezufuhr konzentriert; sogarSchiffe mit Gefriereinrichtungen für den Fleischtransportwurden in die Getreidefahrt geworfen. Ziffern über dieGetreideeinfuhr sind, wie erwähnt, seit dem Februar 1917nicht mehr veröffentlicht worden; aber aus zuverlässigenAngaben privater Herkunft läßt sich schließen, daß dieGetreideeinfuhr Englands in dem einen Monat Juni 1917kaum viel niedriger gewesen sein muß, als in den fünfvorhergehenden Monaten zusammen.
So gelang es England, den Zusammenbruch seiner Ernäh-rungswirtschaft vor dem Hereinkommen der neuen Ernte zuverhindern. Ebensowenig wie alle die großen militärischenAktionen zu Land hatte der U- Bootkrieg vermocht, einerasche Entscheidung herbeizuführen. Die von mir immerbezweifelten und in den internen Beratungen wie in den
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