Der Ost- Friede
gegen die Revolution zu schützen und die Kräfte derGegenrevolution zu stärken. Auch in Finnland und derUkraine schütze der Vierbund die revolutionsfeindlichenBestrebungen. Rußland, durch den Bruch des Waffen-stillstandes vergewaltigt, unterzeichne den Friedensvertragohne Verhandlung, nachdem es vergeblich an die deutschenArbeiter appelliert habe.
-
Der letzte Satz bestätigte erneut die Taktik Trotzkisund seiner Genossen in der russischen Regierung. Diebolschewistischen Machthaber brauchten den Frieden;denn durch das Friedensbedürfnis des völlig zerrüttetenund erschöpften russischen Volkes waren sie zur Machtgekommen, und nur durch die wenigstens scheinbare-Erfüllung des Friedensbedürfnisses konnten sie sich ander Macht halten. Das russische Heer lief ihnen unterden Händen auseinander. Es demobilisierte von selbst,längst ehe Trotzki am 10. Februar die Demobilisationankündigte. Aber die Lenin und Trotzki hofften dieFriedensverhandlungen so führen zu können, daß ihnenin den deutschen Mannschaften und Arbeitermassen eineHilfstruppe erwüchse und daß die von ihnen erstrebteWeltrevolution Deutschland erfasse. Später, AnfangJuli 1918, hat Lenin auf dem Sowjetkongreß in Moskaugesagt: Zwischen dem Sieg der Oktoberrevolution undder internationalen sozialistischen Revolution ist einweiter Weg. Die Ausbrüche müssen in anderen Län-dern beginnen. Wir haben während der Verhandlungen
294