Der Ost- Friede
Warenaustausch und Warenlieferung getroffen, durch dieuns gegenüber dem Wirtschaftskrieg der Entente eineErleichterung verschafft werden sollte. Hierher gehörteninsbesondere die von der ukrainischen Volksrepublik indem Geheimabkommen übernommene Verpflichtung, andie Mittelmächte bis Ende Juli 1918 mindestens eineMillion Tonnen Getreide zu liefern, ferner einige wichtigeBestimmungen in dem Friedensvertrag mit Rumänien,die uns die Verfügung über die rumänische Petroleum-produktion und die rumänischen Überschüsse der Erzeu-gung von Lebens- und Futtermitteln geben sollten. Ab-machungen über die Verkehrsmittel( Eisenbahnen, Postund Telegraph, Donauschiffahrt usw.) ergänzten diehandelspolitischen Vereinbarungen.
Von einer eigentlichen Kriegskostenentschädigung wurdeabgesehen. Die Frage der Kriegsschäden wurde verschiedenbehandelt. Mit der Ukraine, Rußland und Finnland wurdeneben dem Verzicht auf den Ersatz der Kriegskostenauch ein gegenseitiger Verzicht auf den Ersatz der Kriegs-schäden vereinbart, wobei die Kriegsschäden als solcheSchäden definiert wurden, die den kriegführenden Staatenund ihren Angehörigen in den Kriegsgebieten durchmilitärische Maßnahmen mit Einschluß aller in Feindes-land vorgenommenen Requisitionen entstanden sind.Vorbehalten blieb jedoch einmal die Erstattung der Kostendes Unterhalts der Kriegsgefangenen; ferner der Ersatzder Schäden, die den beiderseitigen Angehörigen aus der318