Die Entscheidung
friedliche Regelung internationaler Fragen an die Stelledes Krieges, dieses Restes alter Barbarei, zu setzen.
Auf diese Rede Lloyd Georges erfolgte am 8. Januareine Botschaft des Präsidenten Wilson an den Kongreẞ,die in ihrem Gedankengang eine auffallende Übereinstim-mung mit der drei Tage zuvor gehaltenen Rede Lloyd.Georges zeigt. Diese Botschaft sollte späterhin dadurcheine besondere historische Bedeutung erlangen, daß diedeutsche Regierung Anfang Oktober 1918 bei ihrem Er-suchen um Waffenstillstand und Frieden auf die in ihrentwickelten 14 Programmpunkte des Weltfriedens zurück-griff und daß die alliierten Regierungen diese 14 Punktemit zwei Vorbehalten als Grundlage des abzuschließendenFriedens annahmen.
دو
Wilson ging sehr geschickt aus von den inneren Un-stimmigkeiten, die aus dem Verhalten der Vertreter derZentralmächte bei den Brester Verhandlungen zutagetraten. Er stellte die Frage: Wem haben wir nuneigentlich zugehört? Denen, die den Geist und die Absichtder Resolution des Deutschen Reichstags vom 19. Juli1917, den Geist und die Absicht der liberalen FührerDeutschlands verkündeten, oder denen, die diesem Geistund dieser Absicht Widerstand leisten, sie verachten undauf Eroberung und Unterwerfung bestehen? Oder hörenwir am Ende beide unversöhnt und in offenem und hoff-nungslosem Widerspruch?" Aber einerlei, wie diese Fragesich beantworte, es bestehe kein Grund, die Aufforderung
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