Die Entscheidung
U- Bootkrieg erzwungene Steigerung des Schiffsbaues gewal-tige Mengen von Material und Hunderttausende von Arbeits-kräften in Anspruch, die sonst der Herstellung von Kriegs-gerät und der kämpfenden Front unmittelbar zugute-gekommen wären und die Überlegenheit unserer Feindenoch weiter gesteigert hätten; ebenso band die Notwendig-keit der immer weiteren Ausdehnung der U- Boot- Abwehrungezählte Fahrzeuge, Flugzeuge, Geschütze und sonstigesGerät aller Art, nicht zum mindesten auch ein umfang-reiches Personal, das der unmittelbaren Verwendung aufden Schlachtfeldern entzogen wurde. Niemand kannsagen, wie die Dinge gelaufen wären, wenn nicht derU- Bootkrieg seit dem Beginn des Jahres 1917 diese ein-schränkende und brachlegende Wirkung auf die Kräfteunserer Feinde ausgeübt hätte. Aber alle diese Erwägungenkonnten die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daßder U- Bootkrieg die von ihm erwartete kriegsent-scheidende Wirkung nicht gebracht hatte und daß sich nachder Entwicklung der technischen Momente des U- Boot-Neubaues und der U- Boot- Verluste, des Neubaues vonHandelsschiffen und der Versenkung von Handelsschiffen,von dem U- Bootkrieg eine kriegsentscheidende Wirkungkaum mehr erwarten ließ.
Die Entwicklung der militärischen Aktionen zu Landeund zu Wasser stellte also sowohl unsere Kriegführungwie auch unsere Politik gegen die Mitte des Jahres 1918vor neue Erwägungen und Entscheidungen schwerster Art.416