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Die Entscheidung
Auch dem Laien leuchtete ein, daß sie damit nichtabgeschlossen war, daß vielmehr eine weitere Zurück-nahme zunächst auf die Linie Antwerpen- Namur-Maas, später vielleicht auf die noch wesentlich kürzereLinie Lüttich- Metz in der Konsequenz der strategischenEntwicklung lag, die uns die Verteidigung des vater-ländischen Bodens auf einer möglichst kurzen Front zumGebot machte. Daß die Durchführung einer solchenVerteidigung auf absehbare Zeit hinaus auch jetzt nochkeineswegs aussichtslos war, uns vielmehr noch immerdie Möglichkeit bot, das Schlimmste von unserm Vater-land abzuwenden, hatte die Tatsache gezeigt, daß esgelungen war, unsere Truppen, die um die Wende desSeptember und Oktober auseinandergerissen und durch-einandergeworfen waren, auf einer einheitlichen Liniezu ordnen und zum Stehen zu bringen.
Die weitere Rückwärtsbewegung auf die Antwerpen-Maas- Linie wurde Anfang November eingeleitet, nachdemdie Engländer und Belgier mit neuen Angriffen gegenunsere Scheldestellung zwischen Gent und Tournai einigeErfolge erzielt hatten und den Amerikanern und Franzosenam 31. Oktober ein Schlag gegen unsere Stellungen zwischenAisne und Maas gelungen war. Als am 11. November derWaffenstillstand in Kraft trat, verlief unsere Front dieMaas entlang von nördlich Verdun bis Charleville, dannweiter nordwestlich nach dem Gebiet von Mons, von dortnördlich über Gent nach der holländischen Grenze.
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