Die Entscheidung
die Lage zu retten. In wenigen Tagen wurde der Einbruchzum Durchbruch. Unter Zurücklassung ihres Kriegs-materials gaben die Bulgaren in ungeordnetem Rückzugden ganzen Tscherna- Vardar- Bogen preis. Die Entente-truppen rissen den östlichen und westlichen Teil derbulgarischen Front auseinander; sie durchschnitten talauf-wärts der Vardar- Enge von Demirkapu die wichtigsterückwärtige Verbindung der östlich von Doiran stehendenStruma- Armee, desgleichen in der Gegend von Prilep diewichtigsten nach dem westlichen Frontteil führendenStraßen. Die bulgarische Armee, deren OberbefehlshaberSchekow um jene Zeit krank in Wien lag, geriet in völligeAuflösung. Im Laufe einer Woche war, obwohl die deutscheHeeresleitung auf die ersten Nachrichten von der Nieder-lage sieben Divisionen nach der bedrohten Front aufden Weg brachte, der Zusammenbruch besiegelt. DieEntentetruppen drangen bis zu der mazedonischen Haupt-stadt Ueskueb vor und brachen in altbulgarisches Gebietein. Im bulgarischen Hauptquartier selbst kam es zurevolutionären Ausbrüchen.
Die bulgarische Regierung sah sich durch diese Gestal-tung der Dinge am 25. September, also zehn Tage nachBeginn der Offensive, veranlaßt, ein Gesuch um Waffen-stillstand und Einleitung von Friedensverhandlungen anden Oberbefehlshaber der Entente- Streitkräfte in Salonikizu richten, und zwar ohne sich über diesen Schritt mitihren Verbündeten ins Benehmen zu setzen.
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