Die Entscheidung
deutsche Verfassung betreffenden Forderungen. Er ver-wies auf seine Worte vom 4. Juli 1918, in denen er alsProgrammpunkt für den Frieden aufgestellt hatte:
,, Die Vernichtung jeder willkürlichen Macht überall,die für sich, geheim und nach eigenem Belieben den Friedender Welt stören kann, oder wenn sie jetzt nicht ver-nichtet werden kann mindestens ihre Herabminderungzu tatsächlicher Machtlosigkeit."
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Die Macht, die bisher die deutsche Nation beherrschthabe, so führte er jetzt aus, sei von der hier beschriebenenArt. Die deutsche Nation habe die Wahl, dies zu ändern.Das sei natürlich eine Bedingung, die vor dem Friedenerfüllt sein müsse, wenn der Friede durch das Vorgehendes deutschen Volkes selbst kommen solle.
Diese Note erklärte uns also klipp und klar, daß uns dieWaffenstillstandsbedingungen von den militärischen Auto-ritäten unserer Feinde diktiert werden würden, und zwarin einem Sinne, daß sie uns wehrlos machten. Als weitereVorleistung unsererseits neben der bereits zugesagtenRäumung der besetzten Gebiete verlangte sie die Ein-stellung des U- Bootkriegs, natürlich ohne dafür die Ein-stellung der völkerrechtswidrigen Handels- und Hunger-blockade, die den U- Bootkrieg herausgefordert hatte,in Aussicht zu stellen. Schließlich verlangte sie die Ab-schaffung oder völlige Entrechtung der kaiserlichen Gewalt;dies als Forderungen eines Präsidenten, der erheblich mehran Machtbefugnissen besaß, als dem Deutschen Kaiser
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